Fitzgerald River National Park
Während wir frühstücken, sehen wir den Ranger und ein Feuerwehrfahrzeug in den Park fahren. Kurz darauf wird die Straße tatsächlich wieder geöffnet. Außer uns sind nur noch eine Handvoll Autos in diesem Teil vom Nationalpark unterwegs.
Wir fahren bis ans Ende der befestigten Straße, dem Hamersley Inlet, einem Salzwasser-See, der fast direkt ans Meer grenzt. Dort führt uns ein Wanderweg bis zur Küste. Unterwegs begegnen wir einem schottischen Pärchen, welches seinen Offroad-Camper mit leerer Batterie Strand stehen lassen musste. Sie suchen nach dem Ranger.
Nach einem halbstündigen Marsch erreichen wir den Strand. Die beiden Schotten sind zusammen mit dem Ranger eingetroffen, bekommen den Camper wieder gestartet und fahren davon – wir haben den gesamten Strand für uns.
Die Küste ist wunderschön – bizarre schwarze Felsen ragen aus dem schneeweißen Sand ins Meer, hohe Wellen brechen sich daran. Hinter den Felsen haben sich kleine Lagunen mit ruhigem Wasser gebildet, die zum baden einladen. Ein Strandabschnitt besteht komplett aus leeren Muschel- Schneckenhäusern. Annabell will mit dem Sammeln gar nicht mehr aufhören. Mittags ist es trotz starkem Wind warm genug für ein Bad in einer der Lagunen.
Am „Cave Point“ Aussichtspunkt ist es stürmisch. Die Brandung schäumt gegen die Felsen. Für das Panorama klemme ich einen Fuß in eine Baumwurzel und halte respektvollen Abstand zur Klippe. An den letzten Fotografen mit weniger Respekt vor den Felsen erinnert eine kleine Gedenktafel.
Den Rest des Tages schauen wir uns die anderen Strände und Aussichtspunkte des Parks an und machen einen Abstecher nach Hopetoun. Dort ist es vor allem teuer (15$ für 4 Kugeln Eis, 40$ für den Campingplatz) aber es gibt einen schönen Spielplatz und die Kinder können sich austoben. Zum Abendessen fahren wir nochmal in den Nationalpark zurück. Es gibt ein paar ordentliche australische Rindersteaks.
Da wir noch auf die andere Seite des Parks wollen und es für uns 2-Wheel-Drive-Fahrer nur ein „außenherum“ gibt, fahren wir einen Teil der 260km langen Strecke noch am Abend. Zum Glück können wir uns ein ganzes Stück an einen einheimischen Fahrer dranhängen, der die in der Dämmerung herumhüpfenden Kängurus rechtzeitig entdeckt und bremst. Er hält allerdings irgendwann an einem Pub – wie er wohl wieder heimkommt?
Wir fahren noch ein paar Kilometer bis zu einem großen, von der Straße abgesetzten Rastplatz. Dort sind wir allein.