Torrndirrup National Park
Wir fahren in den nahe gelegenen Torrndirrup National Park. Geologisch ist diese Gegend entstanden, als sich der antarktische Urkontinent vom Australischen getrennt hat. Den ersten Stopp machen wir am Stony Hill. Von da aus lässt sich das gesamte Hafenbecken der Albany Bay einsehen, daher war hier im 2. Weltkrieg auch eine Radarstation angelegt.
Hier oben hat vor wenigen Wochen ein Buchfeuer getobt und so ziemlich alle Vegetation ausgelöscht. Man kann sehr schön sehen, wie sich die hiesigen Pflanzen daran angepasst haben - überall sprießt schon wieder neues Grün. Der Grass-Tree ist durch eine dicke Rinde geschützt, aus der überall hellgrüne grasähnliche Büschel wachsen. Entfernt man diese Rinde, sieht man, dass die Buschfeuer die jeweiligen Jahresringe schwarz gefärbt haben. Während die Abstände der schwarzen Ringe in den vergangenen Jahrzehnten etwa 10 Jahre betrugen, treten Buschfeuer inzwischen schon alle 2-3 Jahre auf.
Weiter geht es zu den Blowholes. Das sind Löscher im Felsen, durch die der Wind die Brandung duzende Meter nach oben treibt, so dass sie in meterhohen Fontänen daraus hervor schießt. Leider weht der Wind heute aus der falschen Richtung. Toll sieht es hier trotzdem aus.
Anschließend fahren wir zu einer natürlichen Brücke, welche sich in hohem Bogen über das Meer spannt. Laut Reiseführer gibt es hier keine Wege und Geländer, so dass die Erkundung zum Abenteuer wird. Wir finden eine Art Großbaustelle, bei der selbige nachgerüstet werden. Die Brücke kann man nun von einem Aussichtpunkt bequem betrachten, das angrenzende „The Gap“ ist gesperrt. Nach dem Mittagessen gehe ich mich mit Kamera und ohne Kinder nochmal hinter die Absperrungen und mache ein paar Fotos. Zum Gap schiebe ich mich auf dem Bauch liegend zur Felskante und verstehe, warum dort eine Plattform mit Geländer gebaut werden soll.
Wie setzen unsere Tour bis nach Denmark fort und lassen die Kinder sich auf dem dortigen Spielplatz austoben. Am pinkfarbenen Eiswagen gibt es Softeis für alle. Der lokale Campingplatz ist idyllisch gelegen, soll aber $60 pro Nacht für einen Platz auf der Wiese ohne Strom kosten. Wir fahren dann doch lieber weiter. Am Rastplatz direkt am nächsten Nationalpark sehen wir eine Menge Kängurus auf der Wiese stehen. Wir fahren zum Parry Beach Campingplatz, der leider voll ist. Für $15 können wir auf einer Fläche nebenan stehen bleiben.