Rottnest Island
Da wir heute mit der Fähre nach Rottnest Island wollen, geht es bei Zeiten los. Obwohl die Kinder meist gegen 6, wenn es hell wird, wach werden, stellen wir den Wecker - um 6:30 schlafen beide Kinder noch tief und fest. Wir Frühstücken auf der Decke in der aufgehenden Sonne, danach geht es Richtung Perth zur Fähre. Die nach Rottnest um 10 Uhr bekommen wir, zurück um 16 Uhr ist ausgebucht, so dass wir die Rückreise erst für 18 Uhr buchen können.
Fahrräder bekommen wir an der Fährstation auch nicht mehr aber da es heute sehr heiß wird und Annabell jetzt schon keine Lust auf Fahrrad hat, beschließen wir, lieber ein Ticket für den Bus zu kaufen, welcher die Insel zyklisch umrundet.
Die Fährfahrt ist angenehm, den Kindern gefällt’s auch. Auf Rottnest Island angekommen lösen wir das Busticket und fahren bis ans hinterste Ende, an den Falcon Beach. Wir haben viel Glück und sehen nicht nur Seehunde, die sich im seichten Wasser und der Brandung treiben lassen, sondern auch noch eine Schule von vielleicht 20 Delfinen, die in Küstennähe entlang schwimmen.
Als wir auf den Bus warten, Äpfel essen und die Reste ins Gebüsch werfen, raschelt es dort plötzlich und ein Quokka kommt heraus. Einem Kind, das es streicheln möchte, beißt es prompt in den Finger - zu uns ist es nett, wir haben noch mehr Apfel-Reste.
Das Quokka ist ein kleines, mit den Kängurus verwandtes Beuteltier, welches Ähnlichkeit mit einer (recht großen) Ratte hat. Es gibt hier reichlich davon, daher hat die Insel auch ihren Namen „Rattennest“ bekommen. Ursprünglich nachtaktiv haben diese Tiere ihren Rhythmus auf die bei den Touristen beliebteren Zeiten umgestellt, da es da viel mehr zu holen gibt, als in der echten Natur.
Mit dem Bus fahren wir weiter bis zur ganz nördlich gelegenen Geordie Bay, in der es eines der wenigen Restaurants der Insel gibt. Das Essen - Muscheln, ein ordentlicher Burger und Pommes - ist erstaunlich gut und mit $65 für hiesige Verhältnisse auch nicht sehr teuer.
Den Nachmittag verbringen wir am Strand mit Kleckerburg bauen. Am Abend geht es mit der Fähre zurück, wir sind froh, dass wir die späte Fähre haben. Kurz vor Abfahrt brauen sich dunkle Wolken über Rottnest Island zuammen, die uns die ganze Fahrt verfolgen. Als wir in Perth ankommen, bricht die Sonne durch, was ein tolles Bild ergibt.
Wir fahren zum Abendbrot ans Ende der nahe gelegenen Mole und schauen uns den Sonnenuntergang an. Nebenan holen Angler gerade einen beinahe mannshohen Fisch aus dem Wasser. Nach dem Abendbrot fahren wir noch ein Stück aus Perth heraus auf einen Parkplatz direkt am Meer. Dort gehe ich zum Abschluss des Tages noch eine Runde schwimmen (etwas unheimlich im Dunkeln).