Pinnacles
Die ganze Nacht regnen sich die Wolken des gestrigen Tages ab. Es schüttet heftig und am Morgen ist der Himmel klar und blau - nur am Horizont türmen sich noch ein paar Wolkenberge. Wir wecken die Kinder und fahren direkt in die Pinnacles Wüste im Nambung National Park.
Die Landschaft in den Pinnacles ist außergewöhnlich. Im gelben Wüstensand zeigen tausende steinerne Pfeiler in die Luft - die kleinsten sind nur wenige Zentimeter hoch, die größten über 4 Meter. Wir machen die ersten Fotos, als ein paar Wolken aufziehen, frühstücken wir. Nach dem Frühstück ist die Sonne wieder da und wir wandern bis zum Mittag durch diese fremdartige Landschaft. Dabei entdeckt Anke ein Emu, dem ich mich im Schutz der Steine bis auf wenige Meter nähern kann. Später erfahren wir, dass es echtes Glück ist, einen Emu zu sehen. Auf meine Frage hin, ob man auch die hier heimigen Ameisenigel sehen kann, meint die Mitarbeiterin im Infocenter, dass sie in 30 Jahren vielleicht zehn davon gesehen hat.
Zum Mittag fahren wir an die Küste nach Cervantes. Der Indische Ozean ist aufgewühlt und türkisgrün gefärbt. Es sind nur knapp über 20 Grad, aber das Meer ist von den vergangenen heißen Tagen noch warm. Zum Mittag gibt es Steak, danach gehe ich schwimmen, die Kinder plantschen. Anke nutzt die Zeit zum Karten schreiben.
Am späten Nachmittag fahren wir erneut in die Pinnacles, um diese im Abendlicht zu sehen. Wir packen das Abendbrot in den Rucksack und picknicken zwischen den großen Steinen. Nebenher machen wir noch reichlich Fotos. Leider sind am Horizont noch immer ein paar Wolken, hinter denen die Sonne untergeht.
Wir fahren noch ein kleines Stück nach Süden zu einem Rastplatz innerhalb des Nationalparkes, wo man auch übernachten kann. Dabei sehen wir einen Ameisenigel am Straßenrand, ich schieße ein paar Fotos. Dabei wird meine Geduld arg strapaziert, da sich das Tier bei der kleinsten Bewegung und sogar beim Aufblinken der Fokus-Lampe der Kamera zusammenrollt und erst nach einigen Minute wieder anfängt, sich zu bewegen.