Split und Salona
Tag 11
Fahrstrecke: 123 km
Split
36°C! Das ist nicht nur die Vorhersage für heute sondern bereits um 8 Uhr die gefühlte Temperatur. Wir haben einen Stadtbummel durch Split geplant, die größte Hafenstadt in Kroatien. Konkret zieht es uns in den Teil der Stadt am Hafen, der vor etwa 1700 Jahren Palast des römischen Kaisers Diokletian war.
Split erleben wir als eine eine erschreckend große Stadt ohne jeden Charme. Vom Navi versuchen wir uns auf einen günstig gelegenen Parkplatz leiten zu lassen - und finden uns plötzlich in Gässchen wieder, durch die das Wohnmobil nur mit großer Mühe passt. Der Parkplatz ist wie alle anderen, die wir sehen, komplett belegt.
Als wir beschließen, einen Parkplatz außerhalb zu suchen, entdecken wir durch Zufall zwei passende leere Parklücken nur einen Kilometer vom Palast entfernt.
Um die Palastanlage erstreckt sich die noch zum großen Teil erhaltene Palastmauer mit vier großen Toren. Daneben haben sich einige Händler nieder gelassen, die Hüte, bunten Kleinkram und Essen verkaufen - man kann sich leicht vorstellen, auf einem Basar längst vergangener Zeiten gelandet zu sein. Wir erstehen zwei Hüte, die uns heute gut vor der Sonne schützen.
Drinnen tauchen wir in eine Welt von beeindruckendem Flair ein. Wenige modernere Gebäude, Geschäfte und Restaurants integrieren sich nahtlos in jahrhunderte alte Bauwerke. Als Erstes erklimmen wir den Glockenturm der Kathedrale Sv. Duje von wo aus wir einen guten Blick über die Altstadt haben.
Der Aufstieg ist eher lässig abgesichert. Auf den Simsen der Fensterbögen laufen einige Touristen zum Fotografieren nach draußen.
Nachdem wir wieder unten angekommen sind, sehen wir uns noch die Kathedrale und die zugehörige Krypta sowie den Jupiter-Tempel an, der die Transformation zum Christentum recht gut überstanden hat.
Durch die alten Kellergewölbe des Palastes verlassen wir das Gelände Richtung Hafen.
Wir suchen nach einem Restaurant zum Mittagessen und werden bei dem reichhaltigen Angebot schnell fündig. Anschließend bummeln wir noch ein wenig durch die alten Gassen.
Plötzlich liegt wieder das Palastgelände vor uns. Wir durchqueren es nochmal und gehen zurück zum Auto.
Salona
Unser Bedarf an Großstadtgedränge haben wir damit gedeckt. Wir fahren ein Stück außerhalb nach Salona. Dabei handelte es sich um eine der wichtigsten und größten Städte der Region, die aber bereits vor 1300 Jahren zerstört wurde. Wo einst 50.000 Menschen lebten, befindet sich heute eine Ausgrabungsstätte, an der Archäologen die Grundzüge der Stadt rekonstruieren.
Wir besichtigen die gesamte Ausgrabungsstätte und erfrischen uns auf dem Rückweg in einem kleinen Bach. Danach verlassen wir die Gegend um Split und fahren zu einem kleinen Campingplatz auf einer Halbinsel bei Trogir. Leider ist hier alles voll, wir übernachten auf einem Ausweichplatz in unmittelbarer Nähe.