Krka-Nationalpark und Paklenica-Nationalpark
Tag 13
Fahrstrecke: 115
Krka-Nationalpark
Wir haben gestern noch ein Brot bestellt - und bekommen ein herrlich duftendes, noch warmes Weißbrot. Wir packen es zusammen mit dem restlichen Frühstück in den Wanderrucksack und fahren das kurze Stück zum Krka-Nationalpark, den wir uns heute anschauen wollen. Die Wirtin vom Campingplatz hat uns geraten, so früh wie möglich zu gehen, da es dort nach dem Mittag recht voll wird.
Punkt 8 stehen wir auf einem leeren Parkplatz, kaufen uns Tickets an der eben geöffneten Kasse und finden uns bald darauf in einer Wasserwelt wieder, an der es an allen Ecken plätschert und gurgelt. Nur wenige Besucher sind um diese Zeit im Park unterwegs.
An einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Kaskaden das Hauptflusses legen wir eine Pause ein und essen Frühstück. Danach geht die Erkundungstour weiter.
Wir folgen dem Rundweg bis ans untere Ende der Wasserfälle. Hier fließt der Fluss wieder gemächlich vor sich hin. Das Besondere an diesem Nationalpark ist, dass man hier auch baden darf.
Als wir uns umziehen, ist die Wiese am Fluss noch leer. Ein paar Leute sind im Wasser. Wir schwimmen bis zur Absperrung vor den Wasserfällen.
Als uns kühl wird, schwimmen wir zurück. Die Wiese hat sich inzwischen mit Badegästen gefüllt. Wir wandern auf der anderen Seite der Wasserfälle wieder bergauf. Hier stand einmal das zweite Wasserkraftwerk der Welt welches nur 2 Tage nach dem an den Niagara-Fällen eröffnet wurde.
Eine Ausstellung zeigt neben der originalen Turbine des Wasserkraftwerkes auch eine alte Wassermühle, die hier in Betrieb war und auch noch funktioniert sowie eine wassergetriebene “Waschmaschine”, unseren heutigen in der Funktionsweise nicht unähnlich.
Als wir Mittag in Richtung Eingang zurück gehen, müssen wir uns durch Menschenmassen wühlen. Auf den Holzstegen, die heute früh noch leer waren, drängen sich die Menschen jetzt dicht an dicht. Wir essen noch eine Kleinigkeit und fahren wieder Richtung Küste.
Paklenica-Nationalpark
Am frühen Abend erreichen wir den Paklenica-Nationalpark - hier windet sich eine schmale Straße durch eine immer enger werdende Bergschlucht. In dieser bizarren Felslandschaft sind viele Aufnahmen für die Winnetou-Filme entstanden, die Drehorte sind alle ausgeschildert.
Wir steigen den Wanderweg in die Schlucht hinauf. Der Fluss führt im Sommer kein Wasser, aber überall sind kleine Tümpel und Höhlen. Die Kinder erkunden alles begeistert. Alles ist von der Abendsonne rötlich angestrahlt.
Auf den Felshängen ringsum herrscht reger Betrieb: die Schlucht bietet Kletterern mehrere dutzend Aufstiege in allen Schwierigkeitsstufen.
Als wir eine Stelle erreichen, von der aus wir tief in die Schlucht blicken können, machen wir uns wieder an den Abstieg. Der Weg würde sonst noch etliche Kilometer weit in das Gebirge hinein führen. Das Tal liegt bald komplett im Schatten.
Wir fahren noch etwas weiter zu einem kleinen Campingplatz. Das “Camp Stine” liegt an einem Hang am Meer und hat weniger als 20 Plätze. Nur zwei oder drei sind für größere Wohnmobile geeignet, einer ist zum Glück frei. Wir gehen in der Abendsonne baden, anschließend wird gegrillt.
Am Abend braut sich ein Sommergewitter zusammen, welches sich heftig entlädt. Ich habe Glück und erwische mit einer Serienaufnahme einen Blitz:
Einem heftigen Sturm folgt ein recht kurzer Regen. Ich sitze noch bis spät und trinke mit unseren Gastgebern und ein paar Gästen Bier und “Slivojito” - meine Mojito-Kreation basierend auf Slivovic.