Insel Pag
Tag 14
Fahrstrecke: 104km
Wir schlafen aus und starten nach einem späten Frühstück erst gegen 11. Heute wollen wir das Festland verlassen und auf die Insel Pag fahren. Doch zuvor machen wir einen Abstecher zum Fluss Zrmanja, der nicht allzuweit entfernt durch die Berglandschaft mäandert. Als wir von der Hauptstraße auf eine kleine Nebenstraße abzweigen, bietet sich und ein beeindruckender Blick auf den Fluss.
Wir fahren weiter über eine lange Brücke zum südlichen Ende der Insel Pag. Diese ist schmal und langgezogen, unser Tagesziel liegt ganz im Norden der Insel. Auf halber Strecke machen wir Mittagsstopp an einem kleinen Kiesstrand, an dem auch einige Einheimische Baden sind. Anke hat heute früh schon Milchreis vorgekocht, so dass wir schon bald wieder weiter fahren.
Die kleine Hauptstadt Pag, deren zwei Teile durch Brücken verbunden sind, durchqueren wir nur - und sehen sie wenig später von einem Aussichtspunkt der Serpentinenstraße von oben wieder.
Wir fahren bis zum Städtchen Lun, in dem sich einige der ältesten Olivenbäume der Welt befinden. Die Bäume werden noch immer landwirtschaftlich genutzt, die Olivengärten stehen jedoch für Besucher offen. Hier verbringen wir den gesamten Nachmittag und bestaunen Olivenbäume in allen Wuchsformen und jeglichen Alters.
Da es wirklich enorm heiß und trocken ist, drehen wir bald um und fahren zum anderen, fast 3km entfernten Eingang. Die Strecke wäre uns heute doch zu mühsam. Von der anderen Seite her sind wir nach kurzer Zeit bei weiteren “Millenium-Bäumen”.
In Lun werden edle Oliven auf wilde Bäume gepropft. Diese Methode findet man anderorts nur selten - hier sind fast alle Bäume so entstanden.
Wir erreichen schließlich den ältesten Baum der Olivengärten - dieser ist etwa 2000 Jahre alt. Wir denken darüber nach, was in der Lebensspanne dieses Baumes auf der Welt alles passiert ist.
Auf dem Rückweg finde ich ein schönes Stück Olivenholz. Ich trages es zum Eingang um zu fragen, ob ich es behalten darf - leider gehört alles Holz den Besitzern der Bäume, die daraus Sourveniers für die Touristen machen lassen - ich muss es also da lassen.
Wir fahren zu einem mittelgroßen Campingplatz in der Nähe. Die Zufahrt führt ein paar Kilometer durch eine Enge, von Mauern gesäumte Straße. Von den überhängenden Bäumen holen wir uns einige Kratzer am Camper - der Campingplatz ist außerdem voll. Für die Nacht finden wir einen Platz auf einem ganz kleinen Campingplatz. Die Zufahrt ist diesmal breit genug aber in den Stellplatz müssen wir aufwändig reinmanövrieren.