Balaton
8.7.2019 Zum Balaton
Heute morgen weckt mich um 5:30 der Wind. Es ist noch einmal ganz guter Surfwind. Ich habe das Segel aufgebaut unterm Camper gelassen und so stehe ich 10 Minuten später bei Sonnenaufgang auf dem Brett. Um die Zeit sind außer mir nur noch ein paar Hundebesitzer auf dem Zeltplatz schon unterwegs, den See habe ich für mich alleine. Kurz nach 6 lässt der Wind nach und es beginnt zu regnen.
Beim Frühstück beschließen wir, anders als geplant nicht bis Mittag zu bleiben sondern die vormittäglichen “kalten” 20 Grad für die nächste Etappe der Strecke zu nutzen.
Nach wenigen Kilometern verlassen wir Österreich und sind in Ungarn. Autobahnen gibt es hier auffallend wenige, wir legen die nächsten 130km gemütlich auf der Landstraße zurück. Zum Mittag halten wir an einem großen Spielplatz, die Kinder toben sich aus, wärend Anke lecker kocht.
Schon von weitem können wir unser Zwischenziel, die Burg Sümeg erkennen - eine beeindruckende und sehr gut erhaltene Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert welche auf einem freistehenden Berg über dem gleichnamigen Örtchen thront.
Wir parken am frühen Nachmittag am Fuß des Berges und steigen zur Burg hinauf. Das Wetter ist wechselhaft und es zieht immer wieder zu. Oben angekommen haben wir eine grandiose Aussicht über das Umland.
Auf der Burg gibt es den ganzen Tag mittelalterliches Unterhaltungsprogramm. Als wir ankommen, sind gerade die Falkner zugange.
Es gibt jede Menge zu entdecken und ungarischen “Baumkuchen” (eher eine Art süßes Stockbrot) für den kleinen Hunger. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir gehen erst zum Abend wieder hinunter zum Wohnmobil.
Zum Abendbrot fahren wir ein Stück ortsauswärts. Als wir gegessen haben, kommt noch einmal die Sonne heraus.
Leider existiert der im Reiseführer erwähnte Wohnmobilstellplatz in der Nähe nicht mehr (oder wir finden ihn nur nicht). Auch behauptet unser Reiseführer, dass wir in Ungarn eine Nacht auf Parkplätzen stehen dürfen während alle anderen Quellen behaupten, dass das nicht erlaubt wäre.
Wir lassen es darauf ankommen, fahren noch ein Stück bis an den Balaton und schlagen unser Nachtquartier auf dem Parkplatz eines anliegenden Strandbades auf. Die Kinder sind pünktlich im Bett. Am Abend beginnt es zu regnen.
9.7.2019 Am Balaton
Heute weckt uns strahlender Sonnenschein. Da für heute eigentlich Wolken angesagt sind, fahren wir gleich nach dem Aufwachen zur Burgruine auf einem Berg über dem Ort Szigliget, welche eine gute Aussicht über den Balaton verspricht.
Vor der Besichtigung der Burg frühstücken wir auf dem zugehörigen Parkplatz. Wir gehören zu den ersten Gästen. Als wir oben ankommen, sind wir fast alleine. Der Besuch hat sich gelohnt, wir werden mit einer großartigen Aussicht über den Balaton belohnt. Auch das Wetter spielt noch mit.
Als wir wieder am Parkplatz sind, ist dieser voll. Außerdem zieht der Himmel langsam zu. Unser heutiger Plan ist, den Balaton halb zu umrunden. Was nach einem kleinen Ausflug klingt ist bei einer Länge des Sees von fast 80km und einer Strecke, die durch unzählige kleine Ortschaften führt, eine Tagestour.
Auf halber Strecke machen wir einen Mittagsstopp auf einer der vielen Wiesen mit Spielplatz direkt am See.
Am Nachmittag checken wir auf einem kleinen Campingplatz ein (auch direkt am See) und starten noch eine kleine Radtour. Eigentlich wollen wir nur zum nächsten Supermarkt aber da dieser (und auch der nächste) geschlossen hat, wird eine 3-Stunden-Tour daraus. Das Wetter ist bewölkt aber warm und trocken und so haben alle Spaß.
Am Abend sehen wir noch den Sonnenuntergang über dem Balaton.