Bugac-Puszta
Heute weckt uns Motorenlärm. Der Gärtner hier macht sich einen Spaß daraus, die Camper mit der Motorsense aufzuwecken. Noch lacht er; ich beschwere mich später darüber und handle damit den Übernachtungspreis um 1⁄3 herunter. Schwamm drüber, Mattis wacht sonst eh um diese Zeit auf und weckt alle.
Heute wollen wir uns eine landestypische Reitershow anschauen. Da es erst um 11 losgeht, frühstücken wir ganz in Ruhe und vertreiben uns die Zeit auf dem Gelände des Landgasthofes. Um kurz nach 11 holt uns (plus den Bus voll Touristen, der inzwischen eingetroffen ist) eine Pferdekutsche ab und fährt uns etwa 2 Kilometer in den angrenzenden Nationalpark.
Wir stoppen zunächst an einem Hirtenmuseum welches über das traditionelle Leben der Hirten in der ungarischen Puszta berichtet. Daneben ist ein großes Pferdegestüt, auf dem die Reitershow stattfinden wird.
Mattis ist begeistert von den Wollschafen und den Hirtenhunden und auch sonst allem was Fell hat (“Teddiiieee!!!”) und ist kaum wegzubekommen.
Die Show beginnt mit dem spektakulären “Fünfer” - ein Reiter steht auf zwei galoppierenden Pferden, drei weitere sind davor gespannt.
Anschließend zeigen die Reiter Kunststücke, welche die Hirten früher aus ganz praktischen Gründen Ihren Pferden beibrachten – beispielsweise sich tot zu stellen, um sich vor Feinden zu verbergen.
Auch das präzise Knallen mit der Peitsche und das Galoppieren mit vollem Humpen ohne allzuviel zu verschütten wird vorgeführt.
Die Show war super und wird mit großem Applaus belohnt. Anschließend geht es mit der Kutsche zurück zum Landgasthof, wo wir lecker und landestypisch zu Mittag essen.
Nach dem Mittagessen (und Mattis’ Mittagsschlaf) fahren wir heute nur ein kleines Stück weiter bis in das Örtchen Ópusztaszer. Hier gibt es zwar einen Campingplatz, wir finden aber am Ende der Straße einen kleinen abgelegenen Parkplatz direkt an einer großen Pferdekoppel. Hier essen wir Abendbrot und schlagen unser Nachtlager auf.