Ópusztaszer Themenpark
Heute weckt mich Anke, die mir etwas vom Pferd erzählt. Ganz konkret berichtet sie, dass die Pferde von gestern sowie zwei Störche auf der Koppel hinter dem Wohnmobil stehen. Fotografieren war sie auch schon.
Wir frühstücken im Sonnenschein, dann laufen wir rüber zum Eingang des Themenparkes in dessen Nähe wir übernachtet haben. Es handelt sich um einen der wichtigsten Parks in Ungarn, welcher der ungarischen Geschichte gewidmet ist.
Im Park lernen wir viel über die mehr als 1000jährige Geschichte Ungarns. Als erstes sehen wir ein Video und erfahren, dass einige der ältesten historischen Gebäude Ungarns einst auf dem Gelände des Parks standen. Am wichtigsten davon ist eine Kirche der ersten ungarischen Siedler, welche bei Ausgrabungen hier gefunden und teilweise rekonstruiert wurde.
An anderer Stelle sehen wir die beeindruckende Scheibe eines Baumes, welcher die geschichtliche Entwicklung Ungarns wahrscheinlich komplett “miterlebt” hatte.
Später besuchen wir den schönen Kräutergarten, der den Gärten der Mönche nachempfunden wurde. Danach schauen wir uns ein imposantes Panorama an, welches den Einzug der Ungarn in diese Gegend und deren Sieg über die dort lebenden Stämme zeigt. An dem Bild wurde über 2 Jahre gemalt, eine passende Kulisse davor lässt es noch lebendiger erscheinen. Fotografieren ist hier leider nicht erlaubt.
Unser persönliches Highlight des Parks ist allerdings das historische Dorf. Hier ist detailgetreu das dörfliche Leben von vor ein paar hundert Jahren aufgezeigt.
Am allerbesten finden die Kinder den historischen Tante-Emma-Laden, in dem es Zuckerstangen, Eis und Bonbons gibt.
Da wir heute noch ein ganzes Stück Strecke schaffen wollen, geht es am frühen Nachmittag weiter in Richtung Rumänien. Die ersten 250 Kilometer kommen wir auf der Autobahn zügig voran. Zum Abendessen sind nur noch 80 Kilometer übrig, das Navi verplant dafür fast 2 Stunden. Tatsächlich endet die gut ausgebaute Autobahn und geht in eine kleine kurvige und überfüllte Landstraße über. Hier geht es eher gemütlich voran, wir fahren durch etliche kleine Dörfchen. Kurz vor dem Ziel, der Stadt Eisenmarkt wandelt sich das Bild und wir fahren durch große häßliche Kohle- und Stahl-Industriestädte. Auch Eisenmarkt selbst ist eine davon; glücklicherweise endet die Industriezone aber direkt dahinter. Wir fahren noch ein paar Kilometer und finden uns im Naherholungsgebiet des Cinciș Sees wieder. Hier finden wir einen direkt am See gelegenen Zeltplatz auf dem wir nach Sonnenuntergang einfahren und den Tag beenden.