Rapa Rosie
Heute schlafen wir aus und frühstücken auf der Wiese am Wohnmobil. Auf der Wiese wachsen Kräuter, Thymian und wilder Salbei – bei jedem Schritt duftet es herrlich. Beim Frühstück ist es noch leicht bewölkt, die Sonne lässt sich nur gelegentlich blicken.
Wir machen uns für eine kleine Wanderung startklar. Als es losgeht, sind die meisten Wölkchen verschwunden und wir haben strahlenden Sonnenschein.
Der Aufstieg ist steiler als vermutet, dafür werden wir mit einem weiten Ausblick belohnt.
Als wir oben angekommen sind, hören wir es in der Ferne grummeln: über den Bergen am Horizont braut sich ein Gewitter zusammen. Wir machen uns zügig an den Abstieg, als wir zurück am Wohnmobil sind, sehen wir die ersten Blitze. Ich will alles einpacken, aber Anke bleibt optimistisch und plant das Mittagessen im Freien.
Sie behält natürlich recht. Während es um uns herum in den Bergen blitzt und donnert, bleibt über uns ein blaues Fleckchen am Himmel und wir essen bei Sonnenschein. Nach dem Mittagessen packen wir zusammen und fahren in Richtung unseres heutigen Campingplatzes. Wir genießen zwar das wilde Campen, aber irgendwie ist uns auch mal wieder nach einer Dusche.
Auf dem Weg machen wir noch einen kleinen Abstecher zu einem ganz besonderen Hotel, dem “Castelul de Lut Valea Zanelor”. Dabei handelt es sich um ein aus Stroh und Lehm erbautes Gebäude, welches an Behausungen von Tolkiens Hobbits erinnert.
Leider regnet es, so dass wir recht bald wieder losfahren. Wir beenden den Tag auf einem wunderschönen, von niederländischen Eigentümern geführten Campingplatz in der Stadt Kerz.