Transfogarasche Hochstraße
Heute früh schüttet es in Strömen. Neben unserem Wohnmobil kauern Camper im Zelt und schauen dem Regen zu. Hinter unserem Wohnmobil packen Motorrad-Camper nasse Zelte auf nasse Motorräder, zwängen sich in nasse Motorradkleidung um sich auf den nassen Weg zu machen. Und kalt ist es auch, zum Frühstück nur 11 Grad (wir essen natürlich drin im Trockenen).
Heute wollen wir die Karpaten über die Transfogarasche Hochstraße, die “Transfăgărășan” überqueren. Sie gilt als eine der schönsten Strecken hier, es geht auf etwa 300 Höhenmetern los, am Pass auf etwa 2000 Metern liegt ein idyllischer Bergsee. Bei schönem Wetter ist die Aussicht grandios.
Leider spielt das Wetter überhaupt nicht mit. Wetteronline zeigt eine Wolke mit 3 Regentropfen, wir wußten bisher gar nicht, dass es dieses Symbol dort gibt. Passt aber.
Wir fahren ganz in Ruhe die Serpentinenstraße hinauf. Der Wetterbericht wird immer schlimmer. Statt etwas Sonne über Mittag bleibt es beim Regen. Die Wolken hängen in den Berggipfeln fest und regnen sich ab. Es sind 6 Grad, hier und da liegt noch Schnee.
Am Bergsee fahren wir gleich weiter. Auf der Rückseite der Berge ist es zum Glück ein klein wenig besser (es nieselt nur noch). Wir machen Mittagspause und hoffen vergeblich darauf, dass die Wolken aufreissen und sich die Sonne für ein paar Fotos blicken lässt.
An einem Verkaufsstand probiere ich mit Mattis Wurst vom Schaf und Wildschwein und geräucherten Käse und wir decken uns mit ein paar lokalen Spezialitäten ein. Danach beschließen wir weiterzufahren.
Über endlose Serpentinen und eine kurvenreiche Strecke geht es an einem Fluss, der sich zu einem Stausee ausdehnt, hinab ins Tal. Wir machen einen kurzen Fotostopp auf der Staumauer.
Leider hat Mattis den Käse oder die Serpentinen nicht vertragen und so bekommt erst Anke, dann ich und dann der Sitz eine Portion seines Mittagessens ab. Wir stoppen am nächsten Rastplatz und machen erst einmal Pause.
Als wir ankommen, kommt irgendwoher ein Hund gestreunt. Ein paar Minuten später sind es schon 8. Sie sind aber friedlich und eher scheu. Wir machen Abendbrot und Mattis scheint sich wieder erholt zu haben.
Wir entscheiden, das Beste aus dem Tag zu machen und noch an Bukarest vorbei zu fahren. Es ist relativ wenig Verkehr, so dass wir gut durchkommen. An einem Fluss bei einem kleinen Dörfchen abseits der Landstraße schlagen wir unser Nachtlager auf.