Pause im Donaudelta
Heute machen wir Pause. Wir waren jetzt fast jeden Tag unterwegs, so dass wir einfach mal einen Tag lang aussetzen wollen. Außerdem haben wir einiges an Wäsche zu waschen - das nimmt uns aber die freundliche Wirtin des Campingplatzes ab.
Nach dem Frühstück und Mattis’ Vormittagsschlaf schwingen wir uns aufs Fahrrad und fahren in den Nachbarort, wo es einen kleinen Hafen gibt. Wir wollen für morgen einen Bootsausflug buchen, der auf dem Campingplatz angebotene erscheint uns recht teuer.
Unterwegs stoppen wir an einem der endlosen Sonnenblumenfelder um ein paar Fotos zu schießen.
Im Hafen fragen wir nach Bootstouren. Es sind nur zwei ältere Männer dort. Der eine spricht nur rumänisch. Der andere weder Englisch noch Deutsch, bietet aber französisch an. Ich frage scherzhaft “¿Español?”, worauf er “¡Español, sí!” antwortet. Wir haben eine gemeinsame Basis, er zeigt uns sein Boot und wir vereinbaren eine Tour für morgen früh. Er emfiehlt uns auch gleich noch ein Restaurant in der Nähe für das Mittagessen.
Die Bedienung des Restaurants spricht ausschließlich rumänisch, ist schlecht gelaunt und spielt lieber am Handy als sich mal umzuschauen. Zum Glück ist ein Teil der Karte ins Englische übersetzt und das Essen (vorwiegend frischer Fisch) ist sehr gut und preiswert. Es gibt auch ein sehr gutes rumänisches Pale Ale, welches ich mir im Kopf für unseren Einkaufszettel notiere.
Wir radeln wieder zum Campingplatz, Mattis hält Mittagsschlaf und ich radle mit Annabell und Felix ein Stück zu einer Pension mit angeschlossenem Freibad. Leider gibt es dort nur Tageskarten. Da wir nur kurz ins Wasser wollten, ist uns das zu teuer.
Die Kinder sind etwas enttäuscht, daher frage ich auf dem Rückweg bei zwei anderen Pensionen mit Pool, ob wir diesen benutzen dürfen. Bei der Ersten bekommen wir eine Ablehnung, bei der Zweiten komme ich mit dem Eigentümer ins Gespräch über Poolpflege und wir können den Pool kostenlos nutzen.
Heimwärts holen wir noch Eiscreme für alle (ich vergesse, ein eigenes für Mattis zu kaufen, so dass er bei jedem von uns die Hälfte mitisst). Erfrischt und entspannt lassen wir den Tag ausklingen.