Schloss Peles
Wir hatten eine ruhige Nacht und haben uns den Wecker gestellt, weil wir zeitig starten wollen. Als wir das Frühstück vorbereiten, liegt die Wiese noch halb im Schatten. Wir decken einen der unteren Tische und sitzen kurze Zeit später im Sonnenschein.
Pünktlich kurz nach 9 starten wir in Richtung unseres heutigen Zieles, dem Schloss Peles. Zunächst geht es über eine kleine Straße steile Serpentinen hoch. In kurzer Zeit befinden wir uns in einer Gegend, die uns an die Alpen erinnert. Kleine Dörfchen mit alten Holzhäusern, Heuschobern und Kühen auf grünen Hängen prägen hier das Bild. Die Straße wird auch schonmal einspurig oder es fehlt ein Stück, welches dann mit Schotter aufgefüllt ist.
Die Gegend ist wunderschön, aber die Straße anstrengend zu fahren. Wir freuen uns schon, bald auf eine große Hauptstraße zu kommen. Diese wird allerdings zum Geduldsspiel. Es ist Stau, wir kommen bis zum Schloss nur noch schleppend voran.
Gegen 11 Uhr, etwa eine 3⁄4 Stunde später als geplant treffen wir am Schloss ein. Wir parken am Fuß des Schlossberges und machen uns auf den Weg nach oben. In der Gegend hier gibt es wilde Bären, worauf Schilder an den Bäumen aufmerksam machen.
Wir besichtigen das Schloss, welches uns sehr beeindruckt. Es hat heute leider geschlossen, aber es gibt auch von außen genug zu sehen und die Innenhöfe und der der Schlossgarten sind auch zugänglich.
Im Stau haben wir uns ein Körbchen Beeren gekauft, welches wir im Innenhof des Schlosses essen.
Wir bekommen Hunger und gehen in eines der Restaurants, welches in den Nebengebäuden des Schlosses untergebracht ist. Während wir sehr gut (auch nicht ganz billig) essen, beginnt es zu gewittern.
Wir nutzen eine kurze Regenpause um zurück zum Auto zu kommen und stellen uns wieder in den Stau in Richtung Norden. Der Himmel öffnet seine Pforten und es regnet in Ströhmen. Am Abend kommen wir am Startpunkt unserer morgigen Tour, dem kleinen Örtchen Timișu des Jos an. Wir wollen hier über Nacht stehen, aber alle Parkplätze sind am Hang oder mit großen (aber zu niedrigen) Bäumen überwachsen.
Wärend wir langsam umherfahren und einen Parkplatz suchen, kommt ein älterer Mann mit buntem Regenschirm aus einem Haus und winkt uns auf seine Wiese. Ich frage ihn, was er dafür haben will, er zeigt drei Lei (etwa 60 Cent). Als wir geparkt haben, hat er einen 100 Lei Schein in der Hand (etwa 20 Euro) und gestikuliert, dass er gerne so einen hätte. Ich schüttle den Kopf, er winkt ab und geht wieder ins Haus. Mal sehen, was daraus wird.
Nach dem Abendbrot hört es endlich zu regnen auf. Hoffentlich hält das bis morgen. Draußen ist es recht kühl geworden und wir spielen im Wohnmobil noch eine Runde Carcassonne.