Badeseen
Endlich ist Sommer! Heute morgen sind schon 24 Grad, es sind für heute knapp 30 Grad angesagt. Da es hier von Mücken wimmelt, essen wir im Camper Frühstück. Während dessen haben sich die Mücken zum Glück verzogen. Ich leere fix das Camper-WC in eine der Dixi-Toiletten, die hier faktisch überall zu finden sind. Wir sind nun schon fast eine Woche autonom unterwegs, was hier recht leicht fällt und mangels Campingplätzen irgendwie ganz normal erscheint.
Wir gehen hinunter an den Weichsel-Strand. Die Kinder sind vom vielen Sand begeistert und beginnen sofort, zu buddeln. Das Wasser ist braun und schaumig und wirkt nicht besonders einladend. Ein Einheimischer versichert mir aber, dass es ungiftig sei und manche hier sogar baden gehen.
Wir entsanden die Kinder und fahren eine kurze Strecke hinüber zum Zegrze-Stausee. Hier stoppen wir direkt am öffentlichen Badestrand. Für weniger als 3€ können wir den ganzen Tag direkt am Strand parken – Campen ist hier aber nicht erlaubt, macht uns der Parkplatzwärter gleich beim E infahren deutlich.
Den Rest des Tages verbringen wir am Strand. Es ist ein wenig Wind, so dass ich über Mittag das Surfbrett auspacke – allerdings nicht genug, so dass ich recht schnell wieder alles einpacke. Die Kinder verbringen den ganzen Tag damit, die Entropie von Strandsand zu reduzieren, die Wellen arbeiten dagegen. Langfristig gewinnen die Wellen.
Am späten Nachmittag fahren wir das Südufer nach einem Stellplatz ab. Leider vergebens. Die guten Strandzugänge sind alle privat, es gibt große Waldgrundstücke mit tollen historischen Häusern drauf. Wir schreiben „Lotto spielen“ auf den Einkaufszettel.
Anschließend entscheiden wir uns, einen der kleineren Flüsse, den Narew, hinauf zu fahren und unser Glück dort zu versuchen. Unterwegs entdecken wir die App Park4Night wieder, die uns schon im letzten Urlaub immer mal gute Dienste geleistet hat. Auch diesmal lässt sie uns nicht im Stich, wir finden einen Stellplatz an einem See, der direkt an den Fluss angeschlossen ist. Am Abend sind noch ein paar Angler unterwegs, als es dunkel wird, sind wir ganz alleine hier.