Danzig
Wir erwachen mal wieder bei strahlendem Sonnenschein. Ich probiere kurz, in der Weichsel zu baden (das Wasser hier sieht recht sauber aus) aber es ist zu steinig und die Strömung ist auch nicht ganz ohne. Wir decken den Frühstückstisch auf dem Pier in der Sonne. Heute stehen Blumen auf dem Tisch, es ist unser 15. Hochzeitstag. Nach dem Frühstück fahren wir das letzte Stück nach Danzig. Unser Parkplatz ist nahe der Altstadt, nach ein paar Minuten stehen wir im Zentrum der berühmten Hansestadt und bewundern die alten Gebäude.
Wir bummeln den Vormittag durch die beeindruckende und wunderschöne Stadt, sehen uns satt und essen zwischendurch Eis. Zum Mittag finden wir einen tollen Italiener, es gibt Sekt, Tomatensuppe, Risotto und ein schönes Stück Fleisch.
Am Nachmittag wollen wir Freunde an einer Festungsanlage am Hafen treffen. Die Kinder sind begeistert, sich mal wieder zu sehen und tollen ausgiebig herum. Für uns ist die Festung leider eher langweilig, es ging hier nur mit einer Führung rein und wir erfahren, wer wann welchen Teil der Festung zur Verteidigung gegen wen ausgebaut hat. Nach einer halben Stunde brechen wir die Führung ab und essen mit den Kinds lieber ein Eis aus dem Wohnmobil-Kühlschrank. Wir verabreden uns für morgen Nachmittag zu einem weiteren Treffen am Strand und fahren noch ein gutes Stück nach Osten weiter.
Unterwegs machen wir Großeinkauf und füllen unsere inzwischen fast leeren Vorräte auf. Am Abend erreichen wir ein Wäldchen nahe Wesiory, wo über 2000 Jahre alte Hügelgräber und Steinkreise zu sehen sind. Die untergehende Abendsonne erzeugt eine mystische Stimmung. Mattis besteht darauf, einen Steinkreis dreimal zu umrunden.
Als es dunkel wird, gehen wir zum Camper zurück, essen Abendbrot und fahren ein Stück die Straße zurück zu einem großen See, wo wir einen Stellplatz finden.