Heimwärts
Kurz nach 6 weckt mich die Morgensonne, die quer über den See direkt in unser Fenster scheint. Wie jedes vernunftbegabte Wesen ziehe ich mir das Kissen über den Kopf und schlafe noch eine Runde – allerdings nicht, ohne vorher ein paar Fotos gemacht zu haben.
Es hilft alles nichts, auch der längste Urlaub geht mal zu Ende. Wir verbringen den Vormittag noch auf dem kleinen Campingplatz am See, heute Mittag müssen wir aber ein paar Kilometer hinter uns bringen. Ich telefoniere ein paar größere deutsche Campingplätze auf der Strecke ab, aber fast alle sind voll – aufgrund von Corona haben viele beschlossen, sich lieber beim Camping als im Hotel dicht beisammen zu drängen. Wir finden einen kleinen Waldcampingplatz mit See in der Nähe von Dresden, bei dem der allgemeine Trubel noch nicht angekommen ist, und setzen Kurs darauf. Die Strecke ist mit drei Stunden Fahrt recht lang, aber dafür können wir hier noch zwei Tage ausspannen und haben es nicht mehr weit bis nach Hause.
Auf dem Campingplatz stehen wenige Wohnmobile in einem großen Waldstück um einen Waldsee herum. Es geht sehr entspannt und familiär hier zu. Der See hat leider in letzter Zeit recht wenig Regen gesehen – man kann einmal hindurch laufen, ohne schwimmen zu müssen. Die Wasserqualität reicht aber zum Baden und für die Kinder ist es ideal.
22.08.2020 – Ende
Nach zwei Tagen sommerlichen Nichtstun ziehen am Horizont Gewitter auf. Da wir sowieso nach Hause müssen, packen wir, reisen ab und fahren das letzte Stück bis nach Leipzig. Traditionsgemäß geraten wir auf halber Strecke zwischen Dresden und Leipzig in ein Unwetter. Als wir am Nachmittag wieder zu Hause sind, scheint die Sonne aber schon wieder und wir entladen den Camper.
Insgesamt sind wir über 3000 km gefahren und haben so viele Eindrücke gewonnen, dass es locker für die doppelte Zeit reichen würde.