Nur kein Risiko!
Wir haben ruhig geschlafen. Das Wohnmobil hat zum Glück eine Heizung, so dass wir auch bei 3 Grad Außentemperatur nicht erfrohren sind. Vom Parkplatz aus haben wir einen tollen Blick auf das frühmorgentliche Ulm, welches noch im Nebel schläft.
Nach dem Frühstück treffen wir uns mit Anke’s Verwandschaft. Wir wandern eine kleine Runde oberhalb von Ulm. Für die Kinder gibt es unterwegs einen Abenteuerspielplatz. Zum Mittag sind wir zu leckeren Spätzle mit Gulasch eingeladen, gleich danach starten wir weiter in Richtung Süden.
Dieses Jahr ist die Routenplanung eine echte Herausforderung. Aufgrund der Pandemie sind etliche Regionen und Nachbarländer als Risikogebiet eingestuft – hält man sich dort auf (reiner Transit ohne Stopp zählt nicht), warten nach der Heimkehr zwei Wochen Quarantäne. Das wollen wir unbedingt vermeiden. Wir fahren über Österrreich in die Schweiz und von dort aus in Richtung Italien.
Die Fahrt durch das Rheintal mitten durch die Schweiz begeistert uns. Das Wetter ist toll und die Berge entlang der Strecke sind atemberaubend. Wir schrauben uns auf 1500 Höhenmeter hoch, fast auf Augenhöhe mit der Schneegrenze. Danach geht es wieder steil bergab.
Zum Abendbrot erreichen wir den Luganersee am südlichen Zipfel der Schweiz. Wir haben überlegt, hier zu übernachten. Allerdings liegt der See schon im Schatten und wir finden auch keinen guten Stellplatz mehr. Da auf unserer morgigen Strecke Mailand liegt, welches regelmäßig von enormen Staus geplant ist, beschließen wir, noch so weit wie möglich zu fahren.
Wir passieren Mailand in einer guten Stunde (tagsüber kann das auch schon mal vier oder fünf Stunden dauern) und finden einen ruhigen Stellplatz ein Stück abseits an einem Naturreservat hinter einer kleinen Dorfkirche südlich von Parma. Heute haben wir deutlich mehr Strecke hinter uns gebracht, als ursprünglich geplant. Todmüde fallen alle ins Bett (naja, einer zischt noch ein Bierchen und bloggt noch ein wenig).