Gratwanderung
Heute wecken uns Mähen, Muhen und ein zotteliger Hofhund. Wir frühstücken und fahren bis an die Küste. Ein Stück südlich von Cala Gonone soll es einen abgelegenen Parkplatz geben, der Startpunkt verschiedener Wanderrouten entlang der Steilküste ist. Wir fahren eine gut ausgebaute Straße am Meer entlang, die allerdings plötzlich einfach in einer Sackgasse endet. Ein ganzen Stück zurück finden wir aber einen Stellplatz, wo auch schon ein Wohnmobil parkt. Überall weißen Schilder darauf hin, dass Camping hier nicht erlaubt ist – für die Nacht taugt der Platz also leider nicht.
Direkt vom Parkplatz hinab gehen einige Stufen bis an die steinige Küste. Baden können wir hier nicht (wäre aber wegen des hohen Seegangs sowieso nicht möglich). Die Kinder haben aber jede Menge Baumaterial für Steintürme. Es ist sonnig und warm und wir beschließen, bis nach dem Mittagessen hier zu bleiben und anschließend bis zu einer sehenswerten Grotte zu wandern, die um 15 Uhr geöffnet sein soll.
Nach dem Essen und einem frischen Kaffee geht es auf zur Wanderung. Als erstes steigen wir eine steile Treppe hinab in die Cala Fuili, eine große, steinige Badebucht. Auf der anderen Seite geht es eben so steil wieder hoch.
Es geht über eine Stunde über steinige Pfade entlang der Küste. Mattis schläft den Großteil der Strecke friedlich in der Kraxe. Als wir ankommen, ist es kurz nach 15 Uhr, wir fürchten schon, die Führung durch die Grotte verpasst zu haben. Kurz vor dem Ziel kommen uns Wanderer entgegen und erzählen, dass die Grotte geschlossen ist. Es gibt noch einen Südeingang, zu dem wir wandern. Aber dort endet der Wanderweg oberhalb des Eingangs – hinein geht es nur mit den Boot.
Etwas enttäuscht machen wir uns auf den Rückweg. Nach einer Rast mit Keksen und Obst sind wir aber wieder fröhlich und nach einer weiteren Stunde zurück am Camper.
Wir fahren zurück nach Cala Gonone, um für morgen eine Bootstour in die Grotte zu buchen. Leider finden aber aufgrund des starken Seegangs aktuell keine Besichtigungen statt. Wir beschließen, heute noch eine Stunde in Richtung Süden zu fahren, um morgen unser nächstes Ziel anzupeilen. Die Straße geht über ewig lange Serpentinen quer durch die Berge.
Zwischenstopp für heute Nacht ist ein gemütlicher Zeltplatz bei Bari Sado. Hier werden wir trotz der späten Stunde noch freundlich begrüßt. Wir checken ein, essen Abendbrot und lassen den Tag ausklingen. Der Campingplatz liegt fast direkt am Meer, wie können die Brandung vom Bett aus hören.