Das Glück der Erde ...
Der Tag beginnt regnerisch. Wir sind ziemlich entspannt, bis nach 9 Uhr ist Regen angesagt, danach Sonnenschein. Wir schlafen aus, frühstücken in Ruhe und machen uns gegen 10 auf, in Richtung archäologische Ausgrabungsstätte. Auf dem Weg dorthin drohen noch dunkelgraue Wolken über uns. Als wir das Eingangstor bei strahlendem Sonnenschein erreichen, packt auch der weniger optimistische Teil der Familie die Jacken in den Rucksack.
Die Ausgrabungsstätte selbst ist der Hammer! Wir finden hier eine historische römische Stadt aus der Zeit um Christi vor, welche bemerkenswert gut erhalten ist. Das ehemalige Theater, etliche Thermen und mehrere Wohngebäude und deren Mosaik-Fußböden sind noch einwandfrei zu erkennen. Man kann sich regelrecht vorstellen, wie die römische Elite hier vor 2000 Jahren am Strand die heißen Thermen genossen hat.
Nach der Besichtigung der Anlage essen wir noch auf dem Parkplatz zu Mittag. Wir sind noch immer die Einzigen weit und breit hier.
Danach geht es wieder ins Landesinnere, auf die Hochebene Giara di Gesturi. Die Ebene können wir schon von Weitem erkennen.
Auf der Hochebene soll es wilde Pferde geben. Wir haben eigentlich vor, mit dem Camper hinein zu fahren. Der Ranger am Eingang lässt uns auch passieren, aber die Wege sind zu stark zugewachsen und wir geben nach wenigen Metern auf, um das Auto nicht zu beschädigen. Also beschließen wir, unser Glück zu Fuß zu versuchen.
Wir folgen der Straße ein kleines Stück und zweigen spontan auf einen kleinen Fußweg seitlich ab. Dort haben wir großes Glück, schon nach ein paar Minuten stoßen wir auf einige grasende Pferde. Sie sind wenig scheu, wir können uns auf wenige Meter nähern und etliche Fotos schießen.
Nachdem wir und die Pferde uns gegenseitig ausgiebig beäugt haben, folgen wir einem Pfad bis zu einem großen Wassertümpel. Hier soll es noch mehr Wildpferde geben.
Der Tümpel ist fast komplett ausgetrocknet. Pferde sehen wir hier keine. Aber auf dem Rückweg stehen plötzlich einige auf dem Weg.
Als wir wieder am Wohnmobil sind, waren wir gute zwei Stunden unterwegs. Wir fahren die Serpentinen der Hochebene hinab, rüber zum nächsten Dorf und wieder hinauf. Hier soll es ein leckeres einheimisches Abendessen geben. Als wir ankommen, will der Gastwirt gerade alles abschließen. Essen gibt es hier eigentlich nur zum Mittag. Er öffnet uns allerdings spontan und wir dürfen ein phantastisches, sardinisches Abendessen mit Schinken, Salami und etlichen Käsesorten genießen.
Außerdem dürfen wir oben an der Hochebene übernachten – als der Gastwirt nach Hause fährt, haben wir den Parkplatz hier oben für uns allein.