Warmbader
Am frühen Morgen steckt die Hochebene noch in den Wolken. Der Camper tropft patschnass vor sich hin, alle Fenster sind von außen beschlagen. Ich putze sie und schon haben wir einen tollen Ausblick hinab ins Tal, welches noch im Schatten der Hochebene liegt.
Nach dem Frühstück fahren wir wieder hinunter. Auf dem Weg gestern haben wir etliche Erdbeerbäume gesehen, an denen wir jetzt anhalten und eine große Schale Baumerdbeeren pflücken.
![Weiter unten findet in den Olivenhainen die Olivenernte statt – überall sind Matten ausgebreitet und die Anwohner schütteln Äste oder sammeln Früchte ein.
Unser nächster Stopp ist an der römischen Therme von Fordongianus. Diese wurde einst von einer heißen Quelle gespeist. Die Therme selbst und die zugehörigen Gebäude gehören zu einer archäologischen Ausgrabungsstätte. Die Quelle sprudelt noch immer, das heiße Wasser fließt jetzt direkt in den Fluss.
Zum Mittag gibt’s Hühnersuppe mit Nudeln. Danach tummeln wir uns noch ein Stündchen im 40 Grad warmen Becken am Fluss. Anke hat Geburtstag und bekommt ein Glas Sekt (naja, einen Plastebecher – wir wollen hier keine Glasscherben riskieren).
Am Nachmittag besichtigen wir die Nuraghe „Santu Antine“. Nuraghen sind befestigte Anlagen, die teils älter als 3000 Jahre sind. Die ursprüngliche Nutzung davon ist umstritten. Auf Sardinien wurden schätzungsweise 10.000 davon gebaut.
Von weitem sieht das Steingebäude relativ unspektakulär aus. Das liegt vor allem daran, dass es auch relativ wenigen Steinen besteht – die schiere Größe erkennen wir erst, als wir direkt davor stehen.
Am Abend fahren wir noch bis an die Westküste. Hier erstreckt sich die Halbinsel Capo Caccia bis weit ins Meer hinein und bildet zum Land hin eine große natürliche Lagune. Wir finden einen Stellplatz nahe einem kleinen Sandstrand. Der Abend ist recht mild und wir essen draußen Abendbrot.