Seegang
Heute klingelt trotz Urlaub der Wecker – wir wollen pünktlich zur ersten Führung in einer nahen Grotte sein. Die Sonne geht heute spektakulär über dem Strand auf, bevor sie in den Wolken verschwindet. Wir essen Frühstück und düsen bis auf die Spitze des Capo Caccia. Pünktlich kurz vor 9 treffen wir ein. Die Grotte und die in den Felsen geschlagene Treppe dahin sind aber leider „wegen hohem Seegang“ geschlossen. Ich frage mich, was hier noch auf hat, wenn wirklich mal raue See herrscht.
Wir beratschlagen und entscheiden uns, schon mal an die Ostküste zurück zu fahren. Dort soll es heute sehr sonnig und warm werden und wir wollen einen Strandnachmittag einlegen. Unterwegs halten wir an der Santissima Trinità di Saccargia, einer markanten Kirche aus dem 12 Jahrhundert.
Nach der Besichtigung fahren wir bis nach Olbia. Dort wollen wir uns ein altes Brunnen-Heligtum anschauen. Auf dem Gelände findet sich ein kleiner botanischer Garten. Wir kochen und essen im Grünen zu Mittag.
Nach dem Essen fahren wir zum nächstgelegenen Strand. Da überall die Zufahrt für Wohnmobile verboten ist, suchen wir noch ein Stück außerhalb und finden einen kleinen idyllischen Sandstrand an einer Lagune etwas nördlich von Olbia. Die Bucht heißt Cala Banana. Es stehen hier zwar noch ein paar weitere Autos, am Strand sind wir aber alleine.
Da ein wenig Wind weht, baue ich das Surfbrett und mein größtes Segel auf, um eine Runde über die Lagune zu schippern.
Wenig später frischt der Wind auf. Anfangs flitze ich mit dem Brett noch durch die Wellen aber wenig später habe ich mit dem großen Segel ganz schön zu kämpfen.
Ich fahre zurück und steige auf mein handlicheres 6,5m² Segel um. Selbst damit reicht der Wind, um durch die Wellen zu gleiten.
Die Kinder haben inzwischen eine Burganlage im Sand errichtet. Anke hat die Zeit genutzt, um ein paar tolle Fotos zu schießen und ein wenig zu lesen. Am Abend zieht der Himmel zu. Gerade als wir alles wieder ins Auto geladen haben, beginnt es zu regnen.
Wir fahren noch bis ganz in den Norden der Insel. Morgen wird es kühl und stürmisch. Unterwegs überlegen wir, ob wir noch zu einer Nachbarinsel übersetzen oder uns lieber im Landesinneren verkriechen wollen. Für die Nacht finden wir einen kleinen Parkplatz im Golf von Saline, fast direkt am Meer. Während unserer abendlichen Spielerunde beginnt draußen schon der Sturm.