Wind und Wetter
Es hat die ganze Nacht heftig gestürmt. Der Wind hat den Camper ordentlich durchgerüttelt, doch wir haben alles gut überstanden. Während wir frühstücken, kommt die Sonne heraus aber es bleibt weiterhin stürmisch.
Nach dem Frühstück fahren wir hinauf zum Capo d’Orso, wo wir einen Berg besteigen und ein Fort besuchen wollen. Die Kassiererin am Eingang erklärt uns auf Deutsch den Weg hinauf zum Felsen.
Zuerst besteigen wir den bekannten Bärenfelsen. Hier oben ist der Wind kaum auszuhalten. Wir machen nur schnell ein paar Fotos und steigen gleich wieder hinab. Dummerweise sind die Absperrungen hier so, dass der Bär nie ganz zu sehen ist. Zum Glück sind wir aber alleine hier oben, so dass ich ein Stück nach vorn klettern und das Foto schießen kann.
Unten angekommen fragen wir, wie wir zum Fort kommen. In der Nebensaison ist es offiziell geschlossen aber die Dame an der Kasse erklärt uns einen Pfad, auf dem wir trotzdem hinein gehen können. Sie warnt uns aber, dass einige der Gebäude baufällig sind.
Die Kinder lieben es, die alten, verlassenen Gebäude zu erkunden. Nach der Besichtigung fahren wir zum Hafen von Palau. Von hier aus fahren die Fähren auf die Inseln des Archipels. Allerdings ist die Überfahrt mit dem Camper für einen Tag auf der Insel zu teuer. Wir geben das Geld lieber für ein exzellentes Mittagessen in einem der Restaurants hier aus. Zum Nachtisch gibt’s Schokosoufflé mit Schokoeis – wir bestellen gleich noch eins nach.
Da es immer noch sehr windig ist, entscheiden wir uns für einen weiteren Abstecher ins Inland. Mattis nutzt die Fahrt für sein Mittagsschläfchen. Ich fülle an einer Tankstelle Frischwasser auf und werde von einem kurzen, heftigen Schauer komplett durchnässt. Wir stoppen kurz in Perfugas. Während Anke ein paar Fotos schießt, koche ich Kaffee. Mattis schläft noch ein wenig.
Anschließend geht es in den Nachbarort Martis. Dort liegen auf einem Feld etlichen versteinerte Bäume, welche etwa 250 Millionen Jahre alt sind.
Am Abend fahren wir noch bis zu den Thermalquellen von Casteldoria. Unterwegs kommen wir am Lago di Casteldoria vorbei, der wie ein Fjordsee zwischen den Bergen liegt. Zum Fotografieren ist es allerdings inzwischen zu dunkel und zu grau.