Zurück ins Risikogebiet
Es hat die Nacht bei um die 7 Grad vor sich hin genieselt. Im Camper hatten wir es warm und haben gut und fest geschlafen. Wir frühstücken und schauen uns kurz um. Hohe, schneebedeckte Berge umgeben uns und alles ist wolkenverhangen und patschnass.
Wir versorgen die Kinder mit Spielzeug und Tablets und machen uns an den Rest der Strecke nach Hause. Wir kommen sehr gut voran. Gegen 11 fangen die Kids allerdings an, aufzudrehen – sie brauchen Bewegung und frische Luft. Wir fahren kurz vor Ingolstadt von der Autobahn ab und stoppen am nächstbesten Herbstwald für einen Waldspaziergang.
Nach einer halben Stunde haben die Mädels beide Hände voll Pilze, während wir Jungs noch nicht ein Wildschwein gesammelt haben.
Wir gehen zum Camper zurück. Ich fange an, „Ricottakeulchen“ zu braten (das sind Quarkkäulchen, wenn man die Zutaten in Italien kauft). Anke und die Kinder sammeln in der Zeit noch den einen oder anderen Pilz ein.
Nach einer guten Stunde Waldspaziergang und anschließendem Mittagessen geht es weiter. Mattis schläft fast sofort ein, Felix und Annabell daddeln auf dem Tablet. Wir fahren gleich bis zum Leipziger Flughafen durch, dort wollen wir den Corona-Test machen. Als wir ankommen, warten bereits etwa 60 Leute in einer langen Schlange auf den Test. Ich stoppe die Zeit der ersten vier Tests und rechne hoch, dass wir 2 Stunden warten müssen. Während wir warten, lese ich, dass in einer Region Chinas am letzten Wochenende 4,5 Millionen Menschen in 2 Tagen getestet wurden – das würde hier ungefähr 17 Jahre dauern. Ziemlich genau 2 Stunden später sitzen wir wieder im Auto und fahren die letzten Kilometer nach Hause.
Am nächsten Morgen nutzen wir die Quarantäne, um den Camper aus- und im Haus alles wieder einzuräumen. Als wir gegen 16 Uhr fast fertig sind, kommen die Testergebnisse per E-Mail. Wir sind alle negativ, was wir sehr positiv aufnehmen.