Innsbruck und Obernberger See
Wir machen den Camper nach dem Frühstück startklar und fahren ein paar Minuten bis nach Innsbruck hinein. Anke hat eine Parkmöglichkeit am Hofgarten gefunden – einem großen, schön angelegten Park in der Nähe der Altstadt. Wir schlendern hindurch, stoppen kurz auf dem Spielplatz und schauen uns danach die Altstadt von Innsbruck an. Hier essen wir auch zu Mittag (Palatschinken mit Marillen ist natürlich dabei). Nebenher buchen wir uns noch einen Termin im örtlichen Testzentrum, da wir heute die italienische Grenze überqueren wollen und die Kinder dazu einen aktuellen Corona-Test benötigen.
Nach dem Mittagessen und dem Test brechen wir in Richtung Brennerpass auf. Nur wenige Kilometer davon entfernt machen wir aber noch einen Abstecher in das Dörfchen Obernberg, wo wir noch ein Stückchen um den dortigen See wandern wollen. Vom Parkplatz aus ist es dann erst einmal noch ein Aufstieg von etwa 200 Höhenmetern, die sich auf einen Kilometer Strecke verteilen.
Oben angekommen stehen wir direkt am See. Dessen Wasserspiegel schwankt je nach Jahreszeit und Niederschlag sehr deutlich. Im Moment ist er mehr als voll, die umliegenden Wiesen sind zum Teil überschwemmt. Ein wenig schade ist, dass der See, der sonst glasglar ist, aufgrund der aufgeschwemmten Sedimente eher milchig-türkisgrün wirkt.
Wir wandern eine komplette Runde um den See. Diese ist überraschend lang, wir benötigen etwa 2 Stunden für die Strecke. Dafür war sie sehr kurzweilig, mit schmalen Pfaden, Wurzeln und Felsen zum drüberklettern und von Ameisenstraßen gekreuzten Waldwegen. Wir sammeln hier und da sogar ein paar Steinpilze, Himbeeren, Blaubeeren und Walderdbeeren.
Zum Abendbrot sind wir erschöpft aber bestens gelaunt wieder am Camper. Nach dem Essen fahren wir über die Grenze nach Italien und ein Stück ins Land hinein. Morgen früh wollen wir uns hier ein Biotop ansehen und haben einen Stellplatz an einem kleinen See inmitten von Weinbergen in der Nähe herausgesucht. Dort steht allerdings schon ein Wohnmobil und es ist recht eng. Einzig auf einer recht feuchten Wiese wäre noch Platz, aber da haben wir schlechte Erfahrungen gesammelt.
Wir suchen auf der Karte und beschließen, noch direkt bis zu dem Biotop zu fahren und dort unser Glück zu versuchen. Tatsächlich finden wir, ein Stück außerhalb des Dorfes, einen ruhigen Platz am Eingang des Biotops neben einem großen Spielplatz. Es ist schon recht spät, die Kinder fallen direkt ins Bett und wir schreiben nur noch den Reisebericht für heute bei einem Glas Wein (bzw. Bier).