Von Alm zu Alm
Bevor wir frühstücken, fahren wir erst noch ein Stück in die Berge, um einen Platz auf dem Wanderparkplatz für unseren heutigen Ausflug zu bekommen. Der Parkplatz ist noch fast leer, allerdings ist er für Wohnmobile gesperrt. Wir finden aber ein Stück daneben noch eine Nische im Wald, wo das Wohnmobil hineinpasst.
Wir frühstücken, packen und machen uns an den steilen Aufstieg zur Durra-Alm, unseren erstem Etappenziel. Kaum sind wir 10 Minuten gegangen, kommt die Sonne heraus und wir ziehen die Jacken wieder aus.
Oben auf der Alm genießen wir ein phantastisches, lokales Mittagessen auf 2100 Metern Höhe – mehr als 400 Höhenmeter über unserem Parkplatz.
Als wir gut gesättigt aufbrechen, zieht gerade eine dicke Regenwolke über den Berg und beginnt, sich abzuregnen. Wir fliehen nochmal zurück zur Alm und stellen uns unter, bis der Regen vorüber ist. Anschließend beginnen wir den Abstieg über grüne Bergwiesen hinab zur Knutten-Alm, unserem nächsten Ziel.
An der zweiten Alm machen wir nur einen kurzen Stopp für ein kleines Kaffetrinken, dann geht es schon weiter.
Der Weg zurück zum Auto verläuft über einen breiten Schotterweg im Tal entlang.
Am späten Nachmittag fahren wir noch bis ganz hinunter ins Tal und finden einen großen Parkplatz auf einer sonnigen Wiese. Nach der mehr als 7 km langen Wanderung heute stärken wir uns an einer leckeren gemischten Pilzpfanne.
Nach dem Essen stehen wir bis auf einen weiteren Camper allein auf der großen Wiese und beschließen, gleich hier zu übernachten. Am Abend öffnet der Himmel die Schleusen und ein großartiges Unwetter geht auf uns nieder. Mattis zählt wieder Blitze. Der andere Camper fährt auch weg, als es langsam dunkeln wird. Wir hoffen, dass die Wiese nicht zu sehr aufweicht.
Es schüttet und schüttet, für heute Nacht sagt der Wetterbericht 6 Stunden Dauerregen an. Als sich die Wiese langsam in einen See verwandelt, ist uns der Platz nicht mehr geheuer und wir beschließen, doch noch umzuparken. Zum Glück ist die Wiese direkt unter dem Camper noch nicht völlig durchweicht und taugt noch zum Schwung holen. Wie ein Reisbauer auf schwerem Gerät pflüge ich durch die schwammige Wiese, bis wir endlich wieder Asphalt unter den Rädern haben. Wir ziehen auf einen großen Schotterparkplatz ein paar Minuten entfernt um, wo wir auch den Camper von vorhin wieder treffen.