Königssee
Wir haben gut geschlafen, obwohl hinter uns der Fluss ordentlich gerauscht hat. Recht zeitig machen wir uns startklar, um eines der ersten Boote über den Königssee zu bekommen. Auf dem Parkplatz ist dichter Nebel. Auch unten am Hafen hängt er noch tief über dem See. Alles schaut hier sehr mystisch aus.
Die gesamte Überfahrt sehen wir mehr oder weniger gar nichts. Dafür erzählt uns der Kapitän viel Fakten und Anekdoten über den See. Wir erfahren, dass er teils fast 200 Meter tief ist und von vielen unterirdischen Quellen gespeist wird. Dadurch liegt die Temperatur im wesentlichen um die 4 Grad, nur die oberen Schichten erwärmen sich nennenswert. Im Sommer schaffen es die oberen Zentimeter gelegentlich auf knapp 20 Grad. Wenn man hier schwimmen geht, mahnt er, sollte man sehr flach schwimmen.
An der Echo-Wand hält das Boot und der Kapitän spielt auf der Trompete. Wir staunen über das mehrfache Echo.
Wir werden bestens unterhalten und informiert. Obwohl wir wenig von der Umgebung des Sees sehen können, vergeht die Stunde Fahrt sehr schnell. Als wir am Südufer ankommen, drückt die Sonne schon durch den Nebel.
Nachdem wir ausgestiegen sind, machen wir erst einmal Frühstückspause. Wir haben Croissants, Brötchen und Marmelade im Gepäck. Kaffee bekommen wir vor Ort. Die Sonne gewinnt langsam Oberhand über den Nebel.
Wir wandern im Sonnenschein über die grüne Alm bis zum Obersee hinauf.
An der Almhütte oberhalb des Sees machen wir Rast und kaufen frische Kuhmilch und ein Bier. Es ist inzwischen sonnig und warm. Als ich die Wirtin frage, ob man im See baden darf und wie die Wassertemperatur so ist, lächelt sie und meint „flach schwimmen!“.
Wir machen uns auf den Rückweg. Es ist inzwischen Mittagszeit und uns kommt eine große Menge Menschen entgegen.
Eigentlich wollen wir direkt wieder zurück zum Camper fahren. Allerdings ist es inzwischen schon recht spät geworden und eine weitere Stunde wollen wir nicht auf das Mittagessen warten. Darum steigen wir in St. Bartholomä aus und holen uns Fisch und Bretzeln zum Mittag.
Nach dem Essen fahren wir nach Königssee zurück. Im Hafen steht eine endlos lange Schlange für die Überfahrt an. Wir sind froh, dass wir recht früh gestartet sind und gönnen uns noch ein Eis.
Am Nachmittag fahren wir noch bis zu einem Campingplatz direkt am Tachinger See.