Faial
Dank Zeitverschiebung landen wir schon kurz nach 9 Uhr auf der Insel Faial. Unsere Koffer sind auch hier, was für spontane Entspannung sorgt. Wir buchen noch schnell die Fähre für heute Abend und holen dann unseren Mietwagen ab. Es ist ein schwarzer Citroen C-Elysee aus 2016, der auch gut in einen Maffia-Film gepasst hätte. Statt des unliebsamen Neffens finden 5 Koffer gerade so Platz im Kofferraum.
Wir starten vom Flughafen in Richtung Nordosten, mit dem Ziel, die Insel einmal zu umrunden. Schnell fält uns eine Besonderheit auf. Blau bühende Hortensien, welche hier heimisch sind, säumen alle Straßen der Insel.
Am Ende der Rundfahrt kommen wir am Aussichtspunkt südlich der zentralen Caldera der Insel an - einem vor ein paar hunderttausend Jahre eingestürzten Krater eines bemerkenswert großen Vulkans.
Wir wollen den Wanderweg entlang der oberen Kante der Caldera nehmen und den Krater umwandern. Es gibt auch einen Weg mitten hindurch, den darf man aber nur mit Sondergenehmigung betreten - die gesamte Caldera ist ein Naturschutzgebiet.
Da die Wolken an den Bergflanken hinauf ziehen und es immer mal tröpfelt, starten wir in Regenjacken. Es sind 22 Grad aber aufgrund der Luftfeuchtigkeit kommen wir schnell ins Schwitzen und packen die Regenjacken nach wenigen Metern wieder ein.
Da die letzte Nacht sehr kurz war und wir alle müde sind, haben wir für Mattis eine Trage mitgenommen. Der Plan ist, dass er während der Wanderung ein wenig Schlaf tanken kann.
Die Wanderwege sind etwas anspruchsvoll, aber die Aussicht vom Kraterrand in die Caldera ist spektakulär.
Nach zweieinhalb Stunden haben wir die Runde von fast 7 Kilometern geschafft. Mattis hat nicht einen Moment geschlafen und ist knapp 3 Kilometer selbst gewandert.
Wir fahren hinab nach Horta. Trotz der vielen Hortensien ist die Namensähnlichkeit nur zufällig. Bevor wir hier in die Fähre steigen, halten wir noch kurz die Füße in das lauwarme Meer am Sandstrand von Porto Pim. Das Wasser der Bucht ist extrem seicht und entsprechend warm, aber leider fehlt uns die Zeit für eine lange Badepause.
Wir geben das Auto direkt am Fährhafen ab steigen in die Fähre nach Pico. Die Überfahrt zur Nachbarinsel dauert nur eine halbe Stunde.
An der Autovermietung auf Pico herrscht hektische Betriebsamkeit. An unserem Auto wird gerade noch ein beschädigter Kotflügel wieder befestigt. Auch so hat der Ford Focus, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat, schon bessere Zeiten gesehen. Aber es ist ein Kombi mit reichlich Platz für Familie und Gepäck
Wir kaufen noch Verpflegung für die nächsten Tage und erreichen am Abend unser Ferienhaus, wo wir noch schnell etwas essen und dann todmüde ins Bett fallen.