Waltag
Für unsere heutige Tour müssen wir zeitig aufstehen. Der Wecker klingelt um kurz nach 6. Als die Sonne aufgeht, haben wir gerade den Frühstückstisch gedeckt.
Am Himmel ist keine Wolke zu sehen und es weht nicht das leiseste Lüftchen. Nach dem Frühstück fahren wir zum Fährhafen nach Madalena. Hier haben wir für heute ein Whale-Watching gebucht.
Bevor wir ins Boot steigen, gibt es erst einmal ein einstündiges Briefing, in dem wir viel über die hier vorkommenden Wal- und Delfinarten erfahren. Unter anderem lernen wir, dass es Zahn- und Bartenwale gibt und das letztere als Planktonfresser um diese Jahreszeit hier kaum zu finden sind.
Nach dem Briefing besteigen wir das Boot und fahren erst einmal ein Stündchen in Richtung Süden.
Die erste Sichtung ist eine größere Gruppe von Zügeldelfinen. Als wir näher kommen, umkreisen diese verspielten Tiere neugierig unser Boot.
Die Skipper arbeiten mit einem Netzwerk aus wissenschaftlichen Beobachtungsstationen zusammen und erreichen damit eine 98%ige Chance, auf einer Tour tatsächlich Wale zu sehen.
Schon kurz nach den Delfinen sehen wir unsere ersten Wale. Es sind ein paar Seiwale, die gemächlich durch das Wasser gleiten.
Als die Wale abtauchen, fahren wir weiter und treffen auf eine Gruppe von Grindwalen, welche zu den Delfinen gehören und gerade gemeinsam auf Fischjagt gehen.
Plötzlich herrscht rege Betriebsamkeit und unser Boot rast mit einer beeindruckenden Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern zu einer Stelle in der Nähe. Hier haben andere Boote eine Familie von Pottwalen ausgemacht, die zum Luftholen aufgetaucht sind.
Wir müssen uns beeilen, weil diese Jäger nur kurz an der Oberfläche verweilen. Nachdem sie Luft geholt haben, tauchen sie auf teils über 1000 Meter Tiefe, um Riesenkalmare zu fangen. Dazu sind sie mindestens 40 bis 45 Minuten lang unter Wasser. Das letzte, was man vor dem Tauchgang sieht, sind die in den Himmel ragenden Schwanzflossen.
Unsere Tour neigt sich langsam dem Ende. Wir begegnen noch einigen Gruppen Grindwalen, dann machen wir uns auf den Heimweg.
Nach der Ankunft gehen wir noch einmal die Wale und Delfine durch, welche wir unterwegs gesehen haben. Nach einem anschließenden Mittagessen fahren wir nach Hause und packen die Badesachen. Anschließend geht es zum nahe gelegenen Naturschwimmbecken am Meer.
Wir stocken nach dem Baden noch unsere Vorräte auf und fahren zum Abendbrot ins Ferienhaus. Mattis ist recht übermüdet und schläft gleich nach dem Abendbrot ein.
Annabell freundet sich noch mit der Haus- und Hof-Katze hier an. Dabei hilft ein Katzensnack, den wir im Supermarkt mitgenommen haben.