Transversal Lagoas - Straße der Hochlandseen
Ohne Not stehen wir heute nochmal zeitig auf. Da der Pico gestern früh so lange wolkenlos war, wollen wir heute nochmal unser Glück auf der Hochebene versuchen. Die Hochstraße dort führt an einigen Seen vorbei, die wir uns anschauen wollen. Wir kochen Kaffee, backen Brötchen auf und rollen kurz nach 7 bei strahlendem Sonnenschein los.
Die Wolken sind heute etwas schneller, als gestern. Als wir am Lago do Capitão ankommen, sehen wir heute zumindest den See. Aber wenige Minuten später schließt sich die Wolkendecke und es schaut wieder so aus, wie vor zwei Tagen.
Zum Frühstücken ist es uns hier zu nass. Wir fahren die Hochstraße weiter zum Lagoa do Caiado. Dieser liegt komplett im Nebel, aber der kleine Nachbarsee Lagoa Seca bekommt ein paar Sonnenstrahlen ab.
Auch der Abstecher zum Lagoa do Paúl liegt im Nebel. Die Landschaft wirkt mystisch, die Pferde und Kühe zu beiden Seiten der Straße scheinen sich aber nicht daran zu stören.
Der See scheint schon seit längerem ausgetrocknet zu sein. Auf seinem Grund wächst Gras an dem die Kühe weiden.
Wir bekommen Hunger und schieben eine erste Frühstückspause ein.
Weiter geht es zum Lagoa da Rosada. Hier lässt sich endlich die Sonne wieder blicken.
Am Ende der Transversal Lagoas gibt es mehrere Straßen, die weiter nach Osten führen. Eine ist asphaltiert, an der anderen steht auf der Karte “Caldera”. Asphalt kennen wir von zu Hause und entscheiden uns für die Caldera. Nach ein paar Kilometern finden wir einen kleineren Vulkankrater inmitten der Landschaft vor. Touristisch nicht erschlossen gibt es hier keine Absperrung, die übermütige Flugversuche verhindern würde.
Wir folgen der Bergstraße bis ans östliche Ende der Insel zu einem Naturschwimmbecken. Allerdings ist der Seegang hier bedenklich stark.
Wir verschieben das Baden auf den Nachmittag und schauen uns nach einem Restaurant für das Mittagessen um. An einem Aussichtspunkt stoppen wir kurz und kommen mit einer Meeresbiologin ins Gespräch, welche Entenwale mit einem Fernglas verfolgt. Während sie diese wenig erforschten Tiere vom Land aus beobachtet, versuchen ihre Kollegen auf einem Boot, Peilsender an die Wale anzubringen. Annabell ist fasziniert und macht sich eine Gedankennotiz für ihre Berufswahl.
Anke hat inzwischen eine Gaststätte mit einheimischen Essen gefunden, die Fonte Tavern. Hier speisen wir absolut phänomenal.
Im Anschluss fahren wir noch ein Stück zu einem Naturschwimmbecken. Dieses ist eindeutig das bisher beste Naturschwimmbad. Große Wellen brechen sich hier an Felsen und sorgen für einen ständigen Wasseraustausch und viel Spaß.
Wir bleiben bis zum späten Nachmittag und die Kinder toben sich so richtig aus. Als es langsam Zeit für das Abendbrot wird, fahren wir wieder die Hochstraße quer über die Insel zurück zum Ferienhaus.