Caldeira das Sete Cidades
Für heute ist in den Bergen wolkenarmes Wetter angesagt - das wollen wir für eine Wanderung an der größten Caldera der Insel, der “Sete Cidades” nutzen. Hier hängen sonst immer die Wolken fest, so dass wir diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen wollen.
Gestern haben wir schon Brötchen und Croissants gekauft. Wir essen zeitig im Zimmer Frühstück und sitzen kurz gegen 8:30 Uhr im Auto.
Die Caldera ist mit über 4 km² groß genug, um neben mehreren Seen und einigen Wiesen und Feldern auch ein kleines Städtchen zu beherbergen, welches vor allem vom Tourismus lebt. Die beiden größten Seen sind nach der Farbe ihres Wassers benannt - Lagoa Verde, der Grüne See und Lagoa Azul, der Blaue See. Bei wolkenfreiem Himmel wären die Farben ideal zu sehen.
Vom Aussichtspunkt aus führt ein breiter Weg (eher ein Feldweg als ein Wanderweg) über die Kante des Kraters um die Caldera herum. Auf diesem wollen wir etwas 1/3 des Kraters umrunden und dann nach Sete Cidades steigen, um Mittag zu essen.
Nach knapp 6 Kilometern geht der Weg in eine Serpentinenstraße über, die am Kraterrand entlang noch einmal 4 Kilometer nach unten führt. An Kilometer 5 übergebe ich Anke den Rucksack und sie marschiert mit den Kindern weiter. Ich drehe um, jogge zum Auto zurück und fahre schonmal ins Tal.
Da es an der Serpentinenstraße keinen Fußweg gibt, sammle ich Anke und die Kinder dort mit dem Auto ein. Wir haben uns ein kleines Restaurant in Sete Cidades ausgesucht, aber hier ist mittags leider alles hoffnungslos überfüllt. Zum Glück fällt Anke ein, dass sie in einem Reisebericht von einer sehr guten Pizzeria kurz außerhalb des Kraters gelesen hat - dort wollen wir unser Glück versuchen.
Die Pizza war wirklich ausgesprochen gut. Selbst Mattis hat fast eine Ganze verdrückt. Nach dem Essen wählen wir für die Heimfahrt die Route durch den Krater. Dort gibt es noch ein paar interessante Aussichtspunkte.
Der erste Stopp ist der Aussichtspunkt zum Lagoa de Santiago von dem aus wir einen schönen Blick auf den drittgrößten See des Kraters haben. Eigentlich müsste dieser hier Lagoa Verde heißen.
Danach halten wir noch am Aussichtspunkt Boca do Inferno, was sich gut mit “Höllenschlund” übersetzen lässt. Nach einer 15-minütigen Wanderung kommen wir an einem hoch gelegenen Aussichtspunkt an, der einen phantastischen Blick über die gesamte Caldera ermöglicht.
Der Rückweg führt uns am kleinen Lagoa Canario vorbei, wo die Kinder spontan eine Runde “angeln”.
Wir sind rechtzeitig im Hotel zurück, dass vor dem Abendbrot noch Zeit für die Kinder zum Plantschen im Pool bleibt. Ich sortiere schon mal die Bilder durch.