In bici sull'isola
Mit dem Fahrrad über die Insel
Für heute haben wir eine Radtour geplant. Google sagt uns, dass es an jeder Ecke einen Radverleih gibt - allerdings ist Nebensaison und bis auf einen haben alle geschlossen. Preis und Qualität der verfügbaren Fahräder entspricht genau dem, was wir von einem Monopol erwarten.
Mattis möchte gerne ein eigenes Fahrrad, entscheidet sich aber nach 2 Sekunden Probefahrt für den Kindersitz. Ich bekomme ein orangefarbenes Gerät, welches ich liebevoll “Möhre” taufe.
Wir starten gegen 10:30 in Richtung Süden.
Als Erstes fahren wir bis ans Ende von Lido. Die Insel bildet zusammen mit der noch südlicher gelegenen Insel Pellestrina eine natürliche Barriere, welche die Adria von der Venedig-Lagune abtrennt.
Unser Tagesplan besteht im wesentlichen aus Radfahren. Wir fahren die gut 10 Kilometer lange Insel Lido bis ans Südende, setzen mit der Fähre nach Pellestrina über und fahren dort weitere 10 Kilometer in Richtung Süden. Eigentlich wollen wir hier zum Mittagessen anhalten. Da aber Sonntag ist, sind alle Restaurants der Insel, an denen wir vorbei kommen, restlos ausgebucht. Wir essen eine Kleinigkeit an einem Kiosk und versorgen und ansonsten aus dem Reisegepäck.
Während der gesamten Tour fahren wir an einer recht beeindruckenden Mauer aus weißem Marmor entlang. Diese Murazzi wurde bereits um 1750 angelegt, um die schmale Insel und die Lagune von Venedig vor Stürmen aus der Adria zu schützen. Am südlichsten Zipfel von Pellestrina ist neben der Mauer nur noch Platz für einen schmalen Radweg.
Am Südzipfel der Insel erstreckt sich noch ein großes Naturschutzgebiet. Dieses ist für Fahrräder gesperrt und auf Wandern haben wir keine richtige Lust. Daher drehen wir um und radeln in aller Ruhe wieder nach Norden.
Gegen Abend kommen wir wieder beim Fahrradverleih an. Bevor wir zum Hotel gehen, gibt es erst einmal für alle ein Eis.
Da wir nichts Großes zum Mittagessen hatten, gibt es zum Abendbrot leckere regionale Gerichte aus dem Hotel-Restaurant.