36 Grad und es wird noch heißer
Heute früh weckt uns strahlender Sonnenschein. Kein Wunder, heute soll einer der heißesten Tages des Jahres mit Temperaturen über 36 Grad werden. Wir parken noch kurz um (gestern Abend haben wir hier nichts mehr gesehen). Um diese Zeit sind noch Stellplätze direkt an der Strandwiese zu haben.
Passend zum Wetter planen wir heute - nichts. Unser persönliches Nichtstun startet mit einem guten Frühstück am See.
Nach dem Frühstück geht es direkt an den Strand. Mattis testet gleich seine neue Fähigkeit, er kann jetzt schwimmen. Wir schwimmen mehrfach zusammen raus zur Badeinsel. Nach dem dritten Mal traut er sich, von dieser ins Wasser zu springen.
Gegen Mittag teste ich noch unsere neueste Errungenschaft. Ein Standup-Paddle-Board mit “Surfoption” und einem dazu passenden Segel.
Auch den Rest des Tages verbringen wir am, im und auf dem See. Im Schatten sind die Temperaturen äußerst erträglich.
Am späten Nachmittag setzen wir unsere Tour fort. Das nächste Ziel ist der Achensee, kurz hinter der Grenze nach Österreich. Leider sind alle Campingplätze in Seenähe ausgebucht. Anke findet aber einen großen Wanderparkplatz auf der Strecke, den wir als Ziel wählen.
Unterwegs sehen wir beim Tankstopp direkt neben der Tankstelle eine gemütlich aussehende Pizzeria. Die Uhrzeit passt und die Familie stimmt einstimmig für “Essen gehen”.
Zum Glück hat uns jemand vom Nachbartisch vor der Größe der Pizzen gewarnt. Anke hat Zucchini-Nudeln bestellt, die drei Kids und ich teilen sich zwei Pizzen und alle werden reichlich satt.
Nach dem Essen fahren wir weiter nach Süden. Nach einigen Kilometern verlassen wir die Autobahn und durchqueren auf der Landstraße etliche idylische bayrische Dörfchen. Auch am Tegernsee fahren wir vorbei, allerdings wird es hier schon lagsam dunkel.
Gegen 22 Uhr erreichen wir den Wanderparkplatz. Hier hat sich jemand Mühe gegeben, jedes deutsche Klitschee zu erfüllen. Am Parkautomat kann man die Übernachtungsgebühr nur mit Münzen bezahlen, eine Kreditkarte wird nicht unterstützt. Als Alternative wird angeboten, eine App zu downloaden. Mobile Daten gibt es hier aber nicht. LTE kennt man hier bestimmt nur aus dem Fernsehen. Das Edge reicht nicht einmal, um die 15 Megabtye große App zu downloaden.
Wir drehen um, fahren 5 Minuten zurück und stellen uns an einen normalen PKW-Parkplatz ein Stück von der Straße entfernt. Für die Nacht reicht es, zum Frühstück suchen wir uns morgen einen besseren Platz.