Raus aus dem Trubel
Die Nacht war brutal warm. Laut Wetterbericht hätte es wenigstens auf 22 Grad abkühlen sollen, stattdessen blieb es knapp unter 30 Grad. Wir haben zum ersten Mal ein Wohnmobil mit Stand-Klimaanlage und sind sehr froh darüber.
Als Anke und ich aufwachen, machen wir eine kleine Runde, um einen Bäcker zu finden. Am Strand sind schon etliche Jogger unterwegs, die die Zeit vor der größten Hitze nutzen wollen. Uns wäre es jetzt schon zu warm zum Laufen.
Wir kaufen Brötchen und Criossants, wecken die Kinder und frühstücken, während eine leichte Brise vom See her aufkommt, die die Temperaturen erträglich machen.
Nach dem Frühstück schauen wir an der großen Poolanlage des Campingplatzes vorbei. Als wir die Menschenmassen dort sehen, drehen wir gleich wieder um.
Den Vormittag verbringen wir faul am Strand. Zum Mittag gibt es Kartoffeln und Quark. Dann packen wir, wir haben noch 4 Stunden Fahrt zur Fähre vor uns, von denen wir heute den Großteil noch hinter uns bringen wollen.
Auf halber Strecke drohen uns 40 Minuten Stau um Bologna. Wir halten tapfer darauf zu. Ich fahre den ersten Teil der Strecke, Anke übernimmt im fliegenden Wechsel, als wir im Stau stehen. Ich nutze die Pause, den Reisebericht der letzten beiden Tage fertig zu schreiben.
Von dem Stau abgesehen verläuft die Fahrt aber sehr entspannt. Die Autobahn wird immer leerer und wir kommen gut voran. Als wir eine Rast einlegen, laufen wir beim Aussteigen aus dem Auto gegen eine Wand aus Hitze. Hier im Landesinneren gehen die Temperaturen auf die 40 Grad zu. Im Auto bleibt es zum Glück verhältnismäßig kühl.
Um 17 Uhr kommen wir am Stellplatz an, den Anke unterwegs herausgesucht hat. Hier stehen wir auf einer von vier großen Wiesen mitten im Grünen, nicht weit vom Meer entfernt.
Nach dem Abendbrot schauen wir noch zum Strand hinunter. Hier geht es sehr entspannt zu. Die Strandbar hat noch geöffnet, ein paar wenige Menschen warten auf den Sonnenuntergang. Wir hüpfen kurz ins Meer, holen ein paar Cocktails und machen es uns am Strand bequem.