Über's Meer
Die Nacht war sehr angenehm, die Klimaanlage haben wir nicht mehr benötigt. Wir schlafen aus, frühstücken im Schatten der Bäume des Stellplatzes und verbringen den Vormittag unten am Meer. Anke und ich entspannen und lesen, die Kinder bauen Burgen aus Sand und Steinen.
Mittag fahren wir das letzte Stück bis Ancona. Die Fähre startet zwar erst um 17 Uhr, man muss aber spätestens 3 Stunden zuvor beim Check-In sein. Pünktlich kommen wir an, checken ein und stehen als erstes Wohnmobil an der Fähre.
Während wir auf das Boarding warten, essen wir unseren Milchreis, den wir heute morgen beim Frühstück schon angesetzt haben. Anschließend packen wir für die Fähre und ich schreibe noch ein Stück Reiseblog.
Die nächsten 20 Stunden sind wir mit der Fähre unterwegs in Richtung Durres. In Albanien funktioniert auch unser Internet-Roaming nicht, so dass wir erst einmal ein Weilchen offline sein werden.
Der Check-In gestaltet sich leider äußerst zäh. Dass wir überpünktlich am Start sind, hilft uns wenig - im Gegenteil. Zu erst dürfen die PKW und die großen LKW auf die Fähre fahren. Die Wohnmobile warten daneben, bis die Fähre fast komplett gefüllt ist. Die italienische Grenzkontrolle lässt sich unheimlich Zeit, das Schiff füllt sich nur sehr langsam.
Um 17 Uhr können wir auffahren - um diese Zeit sollten wir eigenlich starten. Wir werfen die Sachen für die Übernachtung in der Kabine ab und gehen auf das Deck, um die Abfahrt nicht zu verpassen. Gegen 18:20 kommen die letzen Fahrzeuge durch die Grenzkontrolle. Auf unserem Ticket steht, dass wir ab 90 Minuten Verspätung Anspruch auf einen Snack und ein Wasser haben. Um 18:29 setzt sich die Fähre langsam in Bewegung, eine Minute später werden die Taue vom Pier gelöst.
Wir schauen noch eine Runde durch das Schiff. Viel ist hier nicht los. Alle Sitz- und Liegeplätze sind schnell besetzt und wir sind froh über unsere klimatisierte Kabine. Ich mache einen Abstecher zur Rezeption, um mein Wasser und meinen Snack einzufordern. Selbstverständlich wird geleugnet, dass es mehr als 90 Minuten Verspätung waren. Ich bleibe freundlich und vermerke mir, gelegentlich eine E-Mail an die zuständige Regulierungsbehörde zu senden.
Zum Sonnenuntergang gehen wir noch einmal an Deck. Danach schauen wir noch den ersten Teil von “Zurück in die Zukunft” auf dem Laptop und verschlafen den Großteil der Fahrt über’s Meer.