Ferne Länder
Wir haben wunderbar geschlafen und den Vormittag mit Relaxen verbracht. Zur Mittagszeit legen wir im albanischen Durres an. Die Fähre leert sich deutlich schneller, als sie gefüllt wurde und auch die Grenzkontrollen sind zügig hinter uns gebracht. Direkt im Fährhafen-Terminal kaufe ich eine 100 Gigabyte SIM-Karte, 5 Minuten später sind wir wieder online.
Kurz darauf rollen wir in Richtung Norden. Fahren heißt hier in erster Linie entschleunigen. Wir zuckeln auf einer übervollen Landstraße dahin, dazwischen gibt es nur ein kurzes Stück Autobahn. Alles rollt recht entspannt, bis auf eine Handvoll Unverbesserliche, die versuchen, die Kolonne zu überholen. Die Quote ist aber nicht schlimmer als bei uns und auch hier kann man sie an den Fahrzeugmarken erkennen.
Wir stoppen an der beeindruckenden Burg Rozafa, deren Ursprünge bis ins 4. Jahrhundert zurückgehen. Theoretisch gibt es oben an der Burg einen Parkplatz, praktisch gilt das aber nur für PKW, so dass wir uns bei 38 Grad zu Fuß an den etwa 100 Meter hohen Aufstieg wagen.
Auf der Burg gönnen wir uns erst einmal ein Eis und genießen den beeindruckenden Blick über die grünen Landschaften und den Skutarisee. Lange halten wir es hier aber nicht aus und machen uns schon bald wieder auf den Weg zum Camper.
Ein wenig später machen wir noch einen Abstecher zu einer alten Brücke, die noch von den Osmanen gebaut wurde.
Am Abend fahren wir zu einem Stellplatz am Skutarisee. Zur Auswahl stand ein großer Campingplatz und ein kleines Familien-Hotel. Wir entscheiden uns ohne lange zu überlegen für letzteres.
Im Hotel essen wir noch zum Abend und nutzen den lauen Abend, um das Reiseblog weiter zu schreiben.