Eine Runde aussetzen
Mattis’ Temperatur ist heute Nacht deutlich gestiegen. Wir geben Paracetamol, streichen die Wanderung morgen, machen den Wecker aus und schlafen alle aus.
Als wir aufstehen, schieben sich gerade die ersten Sonnenstrahlen über die Bergspitzen hinab ins Tal. Beim Frühstückessen setzt die Thermik ein. Ein kräftiger Wind kommt auf, der den ganzen Tag anhält.
Wir schlendern durch das Tal, schauen, was es bei den drei Restaurants hier zu essen gibt und holen uns vom Ranger ein paar Tipps für die geplante Wanderung. Unsere Hoffnung ist, dass Mattis morgen wieder soweit fit ist, dass wir sie noch nachholen können. Wenn nicht, müssen wir ganz darauf verzichten und weiter reisen.
Vor einem der Restaurants wird ein ganzes Schaf am Spieß gebraten. Das will ich unbedingt probieren, darum kehren wir zum Mittag dort ein. Der Wirt meint, dass die Küche erst in einer Stunde öffnet. Wir trinken etwas und holen Spiele aus dem Camper, um uns die Zeit zu vertreiben.
Nach einer Stunde frage ich, ob wir denn jetzt bestellen können. Der Wirt druckst herum, dass der Koch noch nicht da ist, aber bestimmt innerhalb der nächsten zwei Stunden erscheint. Wir ziehen wieder ab und essen in einem der anderen Restaurants.
Nach dem Essen erkundet Anke den Weg, der bis zum Ende des Tals verläuft. Mattis und ich halten Mittagsschlaf, Mattis schläft bis zum Abendbrot durch.
Am Abend spielen wir noch eine Runde unterm Moskitonetz. Annabell übt Klarinette, die Berge bieten eine tolle Akkustik dafür. Ich schreibe ein klein wenig Reisebericht (viel war heute ja nicht los).
Hier im Tal gibt es keinen Handyempfang und damit auch kein Internet. Wenigstens haben die Restaurants freies Wifi, so dass wir uns updaten und den Bericht hochladen können.