Tara-Tal
Der See, an dem wir übernachtet haben, ist der Biograd-See im gleichnamigen Nationalpark. Der Gletschersee schimmert beim passenden Licht in Blau- und Grüntönen und stellt eine Attraktion dar. Wir nutzen den Steg, den wir um diese Zeit noch für uns allein haben für ein kleines Frühstück. Felix ist beizeiten wach, Annabell und Mattis lassen wir ausschlafen.
Während wir uns in Ruhe startklar machen, kommen etliche Autos und sogar einige Busse von Menschen, die den See besuchen wollen - es ist Sonntag und es wird hier offenbar sehr voll werden. Gegen 10 fahren wir los, da wir an einem anderen See Mittag essen wollen.
An der Tankstelle erstehe ich noch eine lokale SIM-Karte. Für 20 Euro bekomme ich hier 1000 Gigabyte Datenvolumen - mehr als wir hier je verbrauchen könnten.
Die Route führt uns die Schlucht des Tara-Flusses entlang. Der Canyon des Flusses ist mit über 1300 Metern Tiefe der größte Canyon Europas und einer der größten der Welt.
Die Strecke zieht sich recht lang hin, die durchschnittliche Geschwindigkeit in den Bergen liegt bei 40 Kilometern pro Stunde. Statt um 12 sollen wir laut Navi erst 12:45 am See ankommen. Außerdem sind wir etwas anders als gelpant gefahren und stehen Mittag an der großen Tara-Brücke. Hier wollten wir eigentlich am Abend auf den Campingplatz. Wir stoppen dort trotzdem und fragen, ob wir über Mittag auf dem Platz stehen können. Dort brate ich zum Mittagessen Quarkkeulchen während Anke die Route nochmal überarbeitet.
Während wir essen, sausen Menschen an der Zip-Line, die quer durch das Tal gespannt ist, über unsere Köpfe hinweg.
Nach dem Mittagessen fahren wir noch einmal ein Stück am Fluss entlang zurück, um einen Badestopp einzulegen. Bei einer Lufttemperatur von 30 Grad fühlt sich das Wasser im Fluss mit 12 Grad ziemlich kalt an.
Anke und Mattis schauen uns von draußen eine Weile zu. Schließlich erfrischen sie sich auch kurz im Fluss. Während wir baden, kommen etliche Rafting-Boote vorbei.
Beim Wenden auf der engen, stark befahrenen Straße bleibe ich mit dem Fahrradträger an der Böschung hängen. Er ist nun verbogen, was sehr ärgerlich ist und sicher einiges kosten wird. Am Auto ist zum Glück alles in Ordnung.
Nach dem Baden überqueren wir die Berge und fahren über eine Hochebene bis zum Campingplatz in der Nähe des Schwarzen Sees, wo wir eigentlich nur über Mittag stehen wollten. Auf dem Campingplatz werden wir mit einem Schnaps freundlich empfangen - nach der ganzen Fahrerei ist das genau das Richtige.
Wir sind immer noch etwas geschafft von gestern und gehen zeitig ins Bett.