Entspannte Umwege
Wir genießen es, endlich mal wieder im grünen, auf ordentlichem Rasen zu frühstücken. Da wir noch fast 200 Kilometer ungeplanten Umweg zu fahren haben, brechen wir gleich nach dem Frühstück auf.
Auf Anraten der Eigentümerin des Campingplatzes fahren wir zunächst eine kleinere Straße mit wenig Verkehr bis nach Fier. Ab hier führt eine breite, sehr gut ausgebaute Landstraße über etwa 100 Kilometer durch endlose Ebenen zwischen nicht allzu hohen, grün bewachsenen Bergen. Das Fahren ist sehr entspannt und macht Spaß.
Zum Mittag haben wir einen Großteil der Fahrstrecke geschafft. Wir stoppen an einer Badestelle nahe dem Städtchen Tepelena. Hier fließt klares Quellwasser aus den Bergen aus unzähligen Quellen am Straßenrand. Während es auf der Strecke sehr leer war, ist es hier gerammelt voll. An jeder Parkmöglichkeit halten Autos mit Leuten, die Kanister mit dem Wasser füllen wollen. Selbst Busse halten hier an.
Auch im Restaurant ist es sehr voll - es ist ja auch Sonntag. Wir werden aber zügig bedient und bekommen ein erstklassiges Mittagessen mit verschiedenen albanischen Gerichten. Dazu gibt’s kostenlos Wasser direkt aus dem Bächlein, welches die Kellner in Krüge füllen.
Wir haben noch ein paar Kilometer weiter eine Stadtbesichtigung vor. Da es aber sehr warm und sonnig ist, bleiben wir erst einmal zum Baden am Fluss.
Wir bleiben den ganzen Nachmittag und ruhen uns aus. Die Flusslandschaft ist sehr abwechslungsreich, die Kinder sind gut beschäftigt.
Am Abend fahren wir in die alte Stadt Gjirokastra. Hier steht oben auf dem Berg eine 1500 Jahre alte Festungsanlage.
Ganz wohl ist mir auf der Burg nicht. Hier gibt es keinerlei Sicherungen oder Geländer. Die meiste Zeit, wenn wir uns einer Außenmauer nähern, habe ich Mattis an der Hand.
Nach der Burgbesichtigung fahren wir nochmal eine dreiviertel Stunde. Nach der Hälfte der Zeit verlassen wir die gut ausgebaute Landstraße und schlängeln uns mal wieder auf Serpentinen in die Berge.
Kurz bevor die Sonne hinter den Bergen verschwindet, erreichen wir den Parkplatz von Syri I Kaltër, wo wir uns morgen eine berühmte Quelle anschauen wollen.