Tschüss Albanien
Unser Stellplatz heute Nacht war halbwegs okay. Von der Bucht gegenüber war bis Mitternacht Diskomusik zu hören, danach war es ziemlich ruhig. Anke hat gestern schon einen schönen Campingplatz in Griechenland in der Nähe der Fähre gefunden. Beim Frühstück beschließen wir, gleich bis dorthin zu fahren, so dass wir zwei Strandtage ohne Fahrzeiten dazwischen genießen können.
Wir fahren einmal mehr über große Ebenen zwischen seichten Bergen bis zur Grenze nach Griechenland. Auf der albanischen Seite sind wir nach 5 Minuten durch die Passkontrolle. Danach stehen wir noch einmal 25 Minuten in Griechenland. Als EU-Bürger werden wir zwar einfach durchgewunken. Da es aber nur eine Schlange gibt, mussten wir recht lange warten, da die Albanier offenbar eine kompliziertere Einreiseprozedur über sich ergehen lassen müssen.
Wir erreichen den Campingplatz zur Mittagszeit. Hier ist eine andere Zeitzone, wir stellen die Uhren eine Stunde vor.
Wir haben Glück mit dem Stellplatz. Kurz bevor wir angekommen sind, ist ein schöner Platz direkt am Meer freigeworden, den wir uns gleich schnappen dürfen.
Den Rest des Tages verbringen wir an, auf und im Meer. Morgen werden wir das wieder tun, bis wir am Nachmittag zur Fähre müssen. Den nächsten Eintrag im Reiseblog gibt es erst übermorgen, wenn wir wieder in Italien angekommen sind.
Ein kleiner Rückblick
Albanien hat uns sehr gut gefallen. Das Land und die Natur sind großartig. Trotz der Wärme ist es fast überall üppig grün und es gibt reichlich Wasser. Die Menschen, denen wir begegnet sind, waren freundlich, zuvorkommend und ausgesprochen höflich.
Das Essen ist preiswert, lecker und von hoher Qualität, allerdings recht fleischlastig. Es gab aber fast überall eine ordentliche Auswahl an Salaten und Gemüse. In den normalen, nicht touristischen Restaurants haben wir zu fünft für etwa 40 Euro exzelent gegessen und getrunken.
Ein großes Problem in Albanien ist der Umgang mit Müll. Der wird einfach überall liegen gelassen. Mülltonnen werden offensichtlich ignoriert oder quellen völlig über. Um Restaurants, Hotels und an den Privatstränden wird einigermaßen auf Sauberkeit geachtet. Aber schon ein paar Meter weiter stapeln sich die Abfälle. Es gibt keinen Meter Wegrand ohne Dosen oder Plastikmüll. Das war auch der Hauptgrund für uns, heute früh schon nach Griechenland zu fahren. Ab der Grenze sind die Straßenränder, die Städte sowie die Strände sauber, wie wir es gewohnt sind und sehr schätzen.