Gipfelstürmer
Heute geht es hoch hinaus. Wir wollen den Berg Sleme im Triglav Nationalpark besteigen, einen der wenigen Gipfel, auf den man auch ohne spezielle Kenntnisse und Ausrüstung hinaufkommt. Wir fahren nach dem Frühstück die Bergstraße hinauf, die an unserem Hotel vorbeiführt und uns über 24 enge Serpentinen von 850 auf etwa 1650 Meter Höhe bringt.
Kurz hinter dem Parkplatz beginnt der Aufstieg über einen gut ausgebauten Bergpfad mit vielen Stufen. Schon bald haben wir die ersten 200 Höhenmeter geschafft.
Es geht noch einmal 100 Meter nach unten und dann wieder 150 Meter hinauf, bis wir den Gipfel des Sleme auf 1911 Metern erreichen.
Für den Rückweg haben wir auf der Karte gesehen, dass es einen Rundweg gibt, der uns über die Geröll- und Schneefelder führen wird. Die Kinder sind sofort ganz heiß auf kalten Schnee.
Auf halbem Weg durch das Geröllfeld wird es nochmal richtig anstrengend. Ein steiles Schneefeld blockiert den geraden Weg. Da hier ein falscher Schritt in einer rasanten Rutschpartie mit fragwürdigem Ausgang enden würde, umgehen wir es unterhalb. Dort gibt es keinen richtigen Weg, die Steine sind sehr locker und bieten wenig Halt. Teils auf allen Vieren und sehr vorsichtig (ich mit Mattis an der Hand) meistern wir aber auch diese Stelle.
Nach vier Stunden Wandern, je 500 Metern bergauf und bergab und etwa 7 Kilometern Strecke sind wir wieder am Auto. Da sich die Kids einstimmig für Pizza zum Mittag entschieden haben, fahren wir wieder die Serpentinen hinab ins Tal und essen ein spätes aber gutes Mittagessen.
Nach dem Mittag fahren wir nochmal ein kleines Stück hinauf, um uns eine russische Holzkapelle anzuschauen. Diese wurde 1917 zur Erinnerung an hunderte russische Kriegsgefangene errichtet, welche beim Bau des Gebirgspasses durch eine Schneelawine umkamen.