Bären
Die Zeit am Jasna-See und damit der Wanderteil unseres Urlaubs ist nun vorbei. Wir haben gestern schon die Koffer gepackt und über Nacht das Auto an einer Steckdose am Parkplatz geladen. Nach dem Frühstück laden wir alles ins Auto und fahren landeinwärts.
Wir legen einen Stopp in Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens, ein. Die Stadt ist großzügig angelegt und wenig gedrängt: auf jeden Einwohner kommen mehr als 500 m² Grünfläche.
In der Altstadt gibt es Restaurants für jeden Geschmack, allerdings ist es auch sehr touristisch und teuer. Unterwegs haben wir eine kleine Trattoria gesehen, zu der wir zum Mittagessen zurückgehen.
Nach dem Essen fahren wir zum Bloke-See. Dort haben wir zur Übernachtung “Glamping” gebucht. Bei dieser Mischung aus “Glamour und Camping” übernachten wir in festen Camping-Blockhütten und haben morgen auch Frühstück.
Am Nachmittag gehen wir im Lake Bloke baden. Hier ist das Wasser endlich mal sommerlich warm.
Am Abend gibt es noch ein Highlight: wir haben eine Verabredung zur Bärenbeobachtung. Da wir dazu 4 Stunden lang still in einer Hütte sitzen müssen, gehe ich mit Annabell und Felix. Anke bleibt mit Mattis im Glamping-Haus.
Wir fahren 20 Minuten bis zu einer Jagdhütte, wo wir unseren Ranger und noch zwei englische Touristen treffen. Nach einer kurzen Einweisung (leise sein, nicht reden; Hütte nicht verlassen; keine Bären pflücken) fahren wir zusammen in den Wald zu einem Versteck nahe einer Lichtung. Hier gibt es zwei Hütten, eine ebenerdige und eine etwas erhöhte, von denen aus die Lichtung gut einsehbar ist. Wir drei gehen in die untere, größere Hütte. Der Rancher verabschiedet sind, er wird uns in etwa vier Stunden wieder abholen. Ab jetzt beginnt das Warten.
Die erste Stunde beobachten wir lediglich ein paar Tauben und zwei Eichelhäher. Damit uns nicht langweilig wird, haben wir etwas zu Lesen dabei. Als ich gegen 19 Uhr vom Buch aufschaue, steht der erste Bär auf der Lichtung und wir beginnen, zu beobachten und fotografieren. Zum Glück habe ich die große Kamera. Aufgrund der Entfernung und des schwindenden Lichtes werden die Fotos mit dem Handy nichts.
Der erste Bär hält sich vielleicht 15 Minuten auf der Lichtung auf. Hier steht ein Futter-Automat, der ab und an eine Ladung Mais abgibt.
Ein wenig später kommt ein kleinerer, fast schwarzer Bär. Er schnuppert nur kurz und trottet weiter, bevor wir ein Foto machen können. Danach kommt noch ein weiterer großer Bär.
Später kommt noch einer der kleineren, ganz schwarzen Bären, verschwindet aber genau so schnell wieder, wie der erste.
Gegen Ende unserer Zeit, etwa 21:15 Uhr, treffen sich noch zwei Bären auf der Lichtung. Leider ist es schon viel zu dunkel, um Fotos zu machen, so dass wir nur beobachten.
Die zwei Bären bleiben fast eine Stunde auf der Lichtung. Als 22 Uhr unser Ranger kommt, um uns abzuholen, verschwinden sie wieder im Wald.
Kurz vor Ende der Beobachtungszeit sehen wir auch eine Dachs-Mutter mit einem Kleinen. Auf der Heimfahrt läuft uns dann noch ein junger Fuchs über den Weg.
Als wir gegen 23 Uhr wieder im Glamping ankommen, gehen die Kinder direkt ins Bett. Ich hole mir noch ein Bierchen, gehe die Fotos durch und sende ein paar davon an unsere Mitbeobachter, denen mit dem Handy keine guten Bilder gelungen sind.