Übersee
Heute reisen wir ab. Wie immer sind wir am letzten Tag ein wenig wehmütig - das beste Zeichen dafür, dass es wieder ein toller Urlaub war. Wir essen zeitig Frühstück, um den Vormittag noch am Meer zu verbringen. Nach dem Checkout holen wir noch Nachschub an Melone, Schinken und Baguette für’s Mittagessen und fahren rüber zum Strand.
Das Auto ist schon voll geladen, im Hotel gab es einen Stellplatz für E-Autos mit Lade-Steckdose. Überhaupt gab es in Slowenien zwar kaum Schnellader, aber an fast jeder Ecke die Möglichkeit, beim Essen oder Baden zu laden - teils sogar kostenlos.
Die Kinder spielen ein wenig, wir gehen noch zweimal schwimmen und essen unser Mittag direkt am Meer. Um 14 Uhr packen wir alles ins Auto und starten in Richtung Heimat. Unterwegs werden wir eine Nacht am Chiemsee übernachten.
Das Navi hat gestern noch mehrere ähnlich schnelle Strecken vorgeschlagen. Heute ist alles, was über Italien geht, komplett dicht. Es bleibt die Route über Ljubljana, die wir sowieso bevorzugt hätten.
Bis auf einen Stau kurz vor der slowenischen Hauptstadt (den wir über idylische Dörfchen umfahren), verläuft die Fahrt sehr entspannt. Außerhalb der Ballungsräume sind die Autobahnen leer, wir fahren mit Tempomat und machen nur einen Abendbrot- und Ladestopp kurz vorm Ziel, so dass wir morgen mit vollem Akku starten können.
Am Abend streamen wir wieder Fußball auf das Tablet. Ich höre mit halbem Ohr zu, welches ich beim deutschen Ausgleichs-Treffer fast einbüse, so laut wird hinten gejubelt. Bis zur deutschen Grenze funktioniert das Streaming über das Mobilfunknetz einwandfrei, ab da zumindest noch gelegentlich.
In der Verlängerung kommen wir an unserem Ziel an, dem Örtchen Übersee, direkt am Chiemsee. Hier haben wir eine Übernachtung in einem Bauernhof-Hotel.
Als erstes begrüßen uns 7 oder 8 Katzen vorm Eingang. Kaum öffnen wir die Autotür, kommen noch etwa 1000 Mücken hinzu, die auch kuscheln wollen. Wir aber nicht, wir fliehen ins Hotel und schauen dort das Spiel zu Ende.
Eigentlich hatten wir für Samstag noch einen Badetag am Chiemsee geplant. Nach dem Frühstück fahren wir zum See rüber, um uns das Strandbad anzuschauen. Allerdings gibt es auch hier jede Menge Mücken. Daher entscheiden wir, direkt nach Hause zu fahren.
Bis zum Nachmittag fahren wir die verbleibenden 550 km. Die Autobahn ist recht voll, aber wir kommen ohne größeren Stau durch. Zum Mittag gibt’s einen Essens- und Ladestopp. Am späten Nachmittag kommen wir zu Hause an und schaffen es gerade noch vorm Unwetter, das Auto auszupacken.