Helsinki
Nach einer weiteren ruhigen Nacht frühstücken wir in der Kabine. Gegen 10 Uhr fahren wir in den Hafen von Helsinki ein. Es ist nebelig und das Meer ist teilweise zugefroren.
Als wir von der Fähre fahren, heißt es erst einmal entschleunigen. Die Straßen sind recht glatt, Winterdienst heißt hier in erster Linie, dass größere Mengen Schnee von der Straße geschoben werden. Mit meinem Heckantrieb muss ich beim Beschleunigen aufpassen, dass mich das Heck nicht überholt.
Vom Fährhafen bis nach Helsinki sind es ein paar Kilometer. Genug Strecke, um mich an die Straßenbedingungen zu gewöhnen. Wir suchen eine Weile nach einem Parkplatz, welche hier recht teuer sind. Kostenlos kann man am Ladepunkt für Elektroautos parken. Da die zugehörige App nicht funktioniert, dürfen wir nach einem kurzen Telefonat sogar kostenlos laden.
Als erstes schauen wir uns die 100 Jahre alte Markthalle “Hakaniemen kauppahalli” an. Hier werden allerhand einheimische Produkte wie frischer Fisch und Rentier-Spezialitäten angeboten. Durch die großen Fenster scheint die Sonne herein, die es heute wirklich gut mit uns meint.
Wir bleiben zum Mittagessen in der Markthalle. Danach geht es in Richtung Zentrum.
Als nächstes besuchen wir den Dom, der sehr markant auf einer Anhöhe über dem Stadtzentrum steht.
Den Rest des Nachmittags schlendern wir durch die Stadt und schauen in das eine oder andere Geschäft. Als Mattis keine Lust mehr hat, gehen wir zum Hafen, wo wir von der Ferne ein paar große Schiffe gesehen haben.
Auf dem Rückweg zum Auto schauen wir am Hauptbahnhof vorbei. Hier sollte es eigentlich eine große Eislaufbahn geben, wo wir den Rest des Nachmittags verbringen wollten. Aber leider ist keine Spur davon zu sehen - ist diese Jahr wohl leider ausgefallen.
Auf dem Weg zum Auto halten wir nochmal beim Bäcker in der Markthalle. Anschließend fahren wir in Richtung Meer, um den Sonnenuntergang anzuschauen.
Eigentlich wollten wir bis zum Hietaranta Beach fahren, um die Sonne über dem Meer untergehen zu sehen. Allerdings ist diese heute wohl etwas früh dran (oder wir etwas spät), darum halten wir an einem kleinen Café, wo sich schon etliche Touristen und Einheimische versammelt haben.
Nach einem gemütlichen Tag in Helsinki geht es mit dem Nachtzug weiter in Richtung Norden. Wir fahren bis zum Bahnhof, wo wir das Auto verladen.
Es gibt noch eine kleine Überraschung. Laut der Webseite vom Nachtzug sollte das Auto eigentlich in einen Wagon gefahren werden. Bei diesem Zug ist es allerdings ein offener Wagen. Wir packen noch schnell alle Getränke aus dem Auto in Taschen, damit über Nacht nichts gefriert. Schwer beladen checken wir im Nachtzug ein.
Nachdem das Abteil bezogen und Mattis im Bett ist, schaffe ich es noch, über’s Internet in meinen Italienisch-Kurs reinzuschauen. Am Abend schreibe ich noch Reiseblog im Restaurant des Nachtzugs.