Winter is coming
Im Vergleich zum österreichischen Nightjet, mit dem wir im letzten Jahr unterwegs waren, ist der finische Nachtzug deutlich älter. Aber die Abteile sind in Ordnung und die Betten bequem. Außerdem zuckelt der Zug ohne größere Unterbrechungen quer durch die finnischen Wälder. Nur einmal wache ich auf, als irgendwo Wagen angekoppelt werden.
Irgendwann zwischen 8 und 9 Uhr wachen wir gut ausgeschlafen auf und sehen durch’s Fenster endlose Winterwälder vorbeiziehen.
Pünktlich 11 Uhr kommen wir in Kolari an. Die Zugstrecke endet hier, wir steigen aus und schauen, wo wir das Auto zurück bekommen.
Ein wenig nervös bin ich schon, die App vom Auto behauptet seit gestern Abend, dass sich das Fahrzeug noch immer in Helsinki befinden. Als die Wagen mit den Autos auf das Gleis rangieren, bin ich erleichtert, dass auch unseres dabei ist.
Entspannt kommen wir in “Äkäslompolo” an, wo wir die erste Ferienwoche verbringen werden. Zum Mittag essen wir uns am Suppen-Buffet satt, es gibt Lachs- und Hühnersuppe und Salat (und Pommes, Würstchen und Nuggets für die Jungs).
Da unsere Zimmer noch nicht fertig sind, ziehen wir warme Sachen an und gehen die Gegend erkunden.
Ein kleines Stück nördlich von Äkäslompolo entdecken wir auf der Karte einen größeren See, den wir uns anschauen wollen.
Ein paar Jugendliche haben Löcher ins Eis gebohrt und angeln. Ich frage nach und erfahre, dass die Eisdecke etwa 70 Centimeter dick ist.
Wir freuen uns schon darauf, morgen die Skier auszupacken. In der Umgebung gibt es über 300 Kilometer an geloipten Strecken durch die Wälder.
Zurück am Hotel merkt Annabell, dass sie unterwegs ihr Handy verloren hat. Wir sprinten zurück und finden es zum Glück an der Stelle, an der sich Annabell in den Schnee geworfen hat.
Da die Zimmer noch immer nicht fertig sind, wärmen wir uns nur kurz auf und gehen dann noch eine kleine Runde.
Zurück am Hotel merkt Felix, dass er unterwegs sein Handy verloren hat. Wir sprinten zurück und finden es zum Glück an der Stelle, an der sich Felix in den Schnee geworfen hat.
Ich bin leicht genervt. Zum Glück hat Mattis noch kein Handy und wir auch keine Zeit für eine dritte Runde.
Wir beziehen unser Zimmer und merken, dass das viele Spazieren im Schnee ganz schön anstrengend war. Nach dem Abenbrot gibt’s noch eine Spielerunde. Dann genießen wir einen Luxus, der hier in Finnland zum Standard gehört: Jedes Zimmer hat eine eigene Sauna.