Nordlichter
Am Abend nach unserer Spielerunde wollen Annabell und Felix gern auch noch einmal zum See. Nordlichter sind aktuell eigentlich nicht angesagt, aber es ist nur wenig bewölkt, wir hoffen auf Glück und können zur Not auch Sterne schauen, von denen man hier so viel mehr sieht als zu Hause.
Diesmal sind wir besser gerüstet als gestern: Stativ und das richtige Objektiv sind schon an der Kamera installiert. Alles ist passend eingestellt. Es sind “nur” 17 Grad unter Null. Und wir fahren mit dem Auto - das können wir hochheizen, um uns zwischenzeitlich aufzuwärmen.
Als wir am See ankommen, erwartet uns ein beeindruckendes Spektakel. Es ist zwar leicht bewölkt, wir können aber klar und deutlich die Aurora sehen. Heute sogar mit bloßem Auge.
Wir schießen fleißig Fotos und fahren dann zum Hotel zurück, um Anke abzuholen. Sie hat zwischenzeitlich Mattis geweckt. Zusammen fahren wir erneut zum See. Als wir dort ankommen ist aber leider alles wieder vorbei. Ähnlich wie gestern lässt sich das Leuchten nur noch erahnen.
Wir bleiben noch eine Weile, bis Mattis wieder ins Bett will.
Nach dem Frühstück geht es wieder auf die Piste. Gestern waren wir auf der Nordseite des Skigebietes, heute ist der Süden dran. Felix hat seine Skischuhe in der Restwärme der Sauna auf 40 Grad vorgewärmt - nun lassen sie auch wieder anziehen.
Heute weht zwar wieder ein kalter Wind, auf der Südseite kommt davon aber zum Glück kaum etwas an.
Auf dem Schlepplift wird Mattis plötzlich übermütig und fährt Kurven. Bis sich unsere Ski verheddern und wir aus dem Lift kippen. Zum Glück ist keinem was passiert.
Am späten Nachmittag möchte Mattis nur noch die beiden kurzen Pisten mit Hindernissen und Sprungschanzen fahren. Anke und Felix erkunden in der Zeit die vielen anderen Pisten, die wir noch nicht gefahren sind.
Gegen Abend bleibt Annabell bei Mattis, so dass auch ich nochmal ganz hoch fahren kann.
Uns reicht es für heute. Wir fahren noch einkaufen, dann geht es zurück ins Hotel.