Heimreise
Die Fahrt im Nachtzug war wieder sehr angenehm. Ich schlafe tief und fest bis 3 Uhr - auf diese Zeit habe ich mir den Wecker gestellt, da der Zug dann für 20 Minuten in der Stadt Kokkola hält, wo es laut Wetterbericht sternenklar sein soll. Ich will nochmal mein Glück mit dem Nordlicht versuchen. Der bis auf einen Zugbegleiter leere Bahnsteig ist aber taghell erleuchtet. Daher gehe ich wieder ins Bett und schlafe durch bis zum Frühstück.
Um 11:00 kommen wir in Helsinki an. Hier ist in den letzten Wochen der Frühling eingezogen. Von den hohen Schneebergen, auf denen wir vor 14 Tagen noch rumgeklettert sind, ist nichts mehr zu sehen. Alles ist grau und matschig. Da wir schon bald in der Fähre einchecken, suchen wir uns ein Einkaufszentrum, wo wir die nächsten 2 Stunden totschlagen, etwas essen und das Auto volladen können.
Um 13:30 checken wir in der Fähre ein. Diesmal ist die Kabine schon bereit. Während wir uns einrichten, startet die Fähre bereits in Richtung Heimat.
Am Nachmittag genießen wir die Sauna an Bord nebst Whirlpool. Den Rest des Tages verbringen wir mit Spielerunden. Abendbrot gibt es in der Kabine.
In der Nacht gibt die Nordlicht-App Alarm. Ich gehe an Deck, um zu schauen, ob wir hier etwas sehen können. Leider sind wir schon wieder viel zu weit im Süden, von den Nordlichtern ist nicht einmal ein Schimmer zu sehen.
28.2.
Am nächsten Morgen buchen wir wieder den Brunch, starten mit einem ausgiebigen Frühstück und schlemmen bis Mittag.
Gut gesättigt halte ich Mittagsschlaf - heute Abend will ich fit sein, um bis nach Hause zu fahren.
Anke nutzt noch einmal die Sauna. Bevor wir in Travemünde einlaufen, essen wir noch Abendbrot, so dass wir gleich nach dem Ausschiffen losfahren können.
Leider dauert es noch ewig, bis wir von der Fähre fahren können. Erst gegen 22 Uhr rollen wir auf die Autobahn. Hinzu kommt eine Stunde Zeitverschiebung, die ich beim Fahren deutlich merke. Daher nutze ich die beiden Ladepausen jeweils für ein kurzes Schläfchen, während der Rest der Familie den Großteil der Heimfahrt friedlich schlummert. Am frühen Morgen kommen wir heil zu Hause an.
Bis auf die Autobahnstrecke nach Hause war diese Art zu reisen extrem entspannt. Der Aufenthalt auf der Fähre ist wie ein Tag im Hotel mit Wellness und Meerblick. Im Nachtzug reisen wir im Schlaf und wachen am Zielort auf.