Anreise
Heute fliegen wir nach Island. Wir sind schon etwas aufgeregt und hoffen, dass dies ein ganz besonderer “Sommer”-Urlaub wird. Kurz nach 8 ist das Auto beladen und wir starten in kurzen Hosen und T-Shirt bei fast 30 Grad in Richtung Berlin.
Die Fahrt verläuft entspannt und ereignislos. Wir kommen pünktlich am Parkservice in Berlin an, geben das Auto ab und fahren mit dem Shuttle zum neuen Berliner Flughafen, der sich schlicht und unspektakulär präsentiert.
Um 14 Uhr sitzen wir im Flugzeug und rollen in Richtung Startbahn.
Der Flug geht über Dänemark vorbei an England. Dann kommt eine ganze Weile nichts, 4 Stunden später landen wir in Island. Wir durchfliegen eine dichte Wolkendecke und sehen erst bei einer Höhe von 150 Metern überhaupt irgend etwas.
Dank der Zeitzonen stellen wir die Uhr von 17:45 auf 15:45 zurück und gewinnen 2 Stunden, um den Camper zu holen und einzukaufen. Als erstes erwartet uns aber eine unangenehme Überraschung. Statt des gebuchten 7-Meter Alkoven-Wohnmobil steht für uns ein deutlich kleineres Modell bereit. Es hat ein Hubbett, welches sich den Platz mit der Sitzfläche teilt. Ich beschwere mich entsprechend, aber der Verleih ist ausgebucht und wir können kein anderes Fahrzeug bekommen.
Entsprechend genervt fahren wir erst einmal eine Grundausstattung an Lebensmitteln für die nächsten Tage einkaufen. Richtig Freude kommt auch hier nicht auf, es kostet alles ziemlich genau das Doppelte von dem, was wir gewohnt sind. Darauf waren wir zumindest vorbereitet und verstauen eine reichliche Stunde später zwei volle Einkaufswagen im Wohnmobil.
Wir haben heute noch 1,5 Stunden zu fahren. Unterwegs telefoniere ich mit dem Wohnmobil-Verleih und versuche erfolglos, doch noch ein größeres Fahrzeug zu bekommen.
Gegen 23 Uhr Ortszeit sind wir dann endlich am Campingplatz angekommen und haben die Taschen aus- und den Camper eingeräumt. Wir sind seit 19 Stunden auf den Beinen und fallen todmüde ins Bett. Mattis ist schon bei der Ankunft direkt eingeschlafen.