Gletscher
Wir schauen aus dem Camper und erkennen die Welt nicht wieder. Kein Sturm. Kein Regen. Nicht eine Wolke am Himmel. Wir frühstücken draußen.
Der erste Stopp ist nur 15 Minuten entfernt. Dort können wir die Gletscherzunge, die wir gestern Abend von oben gesehen haben, aus direkter Nähe betrachten.
Als nächstes fahren wir eine Stunde zum Parkplatz des Mulagljufur Canyon, wo wir nach dem Mittagessen eine Wanderung machen wollen. Aber zuerst kochen und essen wir lecker Grießbrei mit Apfelmus.
Dann geht es an den Aufstieg in Richtung Canyon. Hier ist ein Bautrupp zugange, der den Wanderweg in eine 2 Meter breite Schotterpiste umbaut. Wir hätten lieber den ursprünglichen Trampelpfad benutzt.
Nach einer halben Stunde Aufstieg erreichen wir den Canyon, der neben uns tief in den Berg einschneidet. Auf der gegenüberliegenden Seite sind etliche Wasserfälle.
Wir machen am oberen Aussichtspunkt kurz Rast, essen was kleines Süßes, dann geht es zurück zum Wohnmobil.
Der nächste Stopp ist die nur 20 Minuten entfernte Jökulsárlón Gletscher-Lagune und der “Diamond Beach” genannte Strand dort. Der Name rührt von den Gletschereis-Brocken her, die an dieser Stelle ins Meer treiben. Es ist der einzige mit dem Meer verbundene Gletscher-Ausläufer.
Wir erkunden die Aussichtspunkte auf die Lagune, essen Vanilleeis und Pommes und genießen das tolle Wetter. Kurz vor 17 Uhr ziehen wir uns warm an, Anke hat uns für heute Abend eine Tour mit dem Amphibien-Boot durch das “Eismeer” gebucht
Eisberge sind wie Wolken, wenn man lange genug schaut, erkennt man lauter Figuren…
Unser Guide erklärt ein wenig von Eisbergen und reicht dann ein Stück “echtes Eisberg-Eis” herum.
Nach 40 Minuten haben wir genug Eisberge für diesen Urlaub gesehen. Wir schlendern noch den Weg bis zum Meer hinunter, wo die Eisbrocken vor sich hinschmelzen oder Schiffe-Versenken spielen.
In der Lagune tummeln sich etliche Robben. Leider sind sie nur kurz über Wasser und lassen wenig von sich sehen.
Wir essen noch Abendbrot und schauen zu, wie die Sonne über der Lagune immer tiefer sinkt. Danach fahren wir noch eine Stunde bis zum Campingplatz.
Während Mattis schnell einschläft und ich Reiseblog schreibe, geht Annabell noch einmal zum Meer zum Fotografieren. Sie bringt noch tolle Bilder mit, die es gerade noch rechtzeitig ins Blog schaffen.
Im schwarzen Sand liegen die Knochen eines Wals. Der große lange, der wie ein Stoßzahn aussieht, ist über 2 Meter lang.
1 Skaftafell Nationalpark
2 Svínafellsjökull Aussichtspunkt
3 Mulagljufur Canyon
4 Diamond Beach
5 Vestrahorn Camping