Studlagil Canyon und Dettifoss Wasserfall
Diese Nacht hat ein heftiger aber warmer Wind geweht. Schon am frühen Morgen sind draußen 20 Grad. Wir frühstücken neben dem Camper, mit Blick auf die kleine Kirche von Bakkagerði.
Nach dem Frühstück fahren wir zum Studlagil Canyon. Es gibt eine kürzere Strecke, aber dafür bräuchten wir ein Allrad-Fahrzeug. Stattdessen müssen wir die Straße über Egilsstaðir nehmen. Das nutzen wir gleich, um noch ein paar fehlende Dinge einzukaufen.
Die Fahrstrecke ist recht lang, wir sind erst zum Mittag auf dem Parkplatz des Canyons. Vor der Wanderung kochen wir Pasta mit Tomatensauce und Oliven. Als wir loslaufen, weht ordentlich Wind. Es ist zugezogen, aber noch warm.
Im Anschluss fahren wir weiter in Richtung Norden. Wir durchqueren endlose, beeindruckende Vulkanlandschaften. Der Wind frischt weiter auf und rüttelt ordentlich am Camper. Die Straßen- und Wetterkarte zeigt Windgeschwindigkeiten von bis zu 18 Meter pro Sekunde, ab 20 müssten wir anhalten, weil es zu gefährlich wird.
Am Abend erreichen wir den Parkplatz vom Dettifoss Wasserfall. Der Wind hat die Wolken vertrieben. Wir essen Abendbrot und starten zu einer Wanderung. Der Dettifoss-Wasserfall ist nur ein paar Minuten entfernt, von dort aus geht es aber noch ein ganzes Stück den Fluss hinab zu einem weiteren Wasserfall.
Vom Aussichtspunkt aus zweigt ein Pfad über das Lavafeld zum Hafragilsfoss-Wasserfall ab, zu dem wir heute noch wandern wollen. Auf dem Wegweiser ist er als anspruchsvolle Strecke ausgewiesen. Felix ist schon zum Camper zurückgegangen, er hat heute keine Lust mehr auf Wandern.
Auf halber Strecke kommen wir an eine steile Wand, an der man hinabklettern oder sich an einem Seil herunterhangeln kann. Mattis hat Angst und will keinen Schritt weiter. Wir überlegen komplett abzubrechen, Annabell würde aber gerne weiter gehen. Anke dreht mit Mattis um, ich klettere mit Annabell weiter hinab.
Auf dem Rückweg joggen wir die geraden Strecken und finden auch noch eine Abkürzung. Trotzdem ist es fast 23 Uhr, als wir am Wohnmobil ankommen.
Zum Campingplatz sind es noch 30 Minuten. Wir checken ein, was nicht ganz einfach ist. Es geht nur online und alle Camper-Stellplätze werden als gebucht angezeigt, obwohl noch reichlich Platz ist. Wir buchen uns am Ende als Zelt ein. Es ist nach 1 Uhr, als ich das Reiseblog fertig habe.
1 Camping Bakkagerði
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